Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Nullsummenspiel für Heizöl

Seit die Ölpreise ins Utopische gestiegen sind, müssen sich Verbraucher mit Pest und Cholera auseinandersetzen. Hohe Preise sind die Pest. Eine rezessive Wirtschaft ist Cholera. Derzeit läuft alles auf Cholera hinaus. Der Ölpreisrückgang wird noch teuer bezahlt werden müssen. Aber nicht mit Geld. Und dann ist da noch eine weitere Krankheit, die Inflation. Sie trieb die US-Verbraucherpreise in diesem Jahre bereits um 5,6 Prozent in die Höhe. Die Inflation stärkt pikanterweise den Dollar. Der drückt weiter auf den Ölpreis. Sein Abwärtstrend ist intakt. Die Pest kann also weiter zurückgedrängt werden. Typischerweise preisrelevante Ereignisse wie Terrorakte, Kriege, technische Probleme und das Wetter spielen für die Preisbildung derzeit keine Rolle.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Bestsandsdaten
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Atomstreit mit dem Iran
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende US-Konjunktur bringt Nachfragerückgang
Rückgang der OECD-Nachfrage
Weltwirtschaft kühlt sich ab
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Charttechnik: Abwärtstrend der Ölpreise

Unsere Heizölpreise klemmen zwischen Ölpreisrückgang und Dollaranstieg fest. Die Spekulation auf weiter fallende Preise hat ein ausgeglichenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Das Aufwärtspotenzial des Dollars schätzen wir gering ein. Dagegen hat der Rohölpreis nach unserer Ansicht noch Abschlagspotenzial. Erfahrungemäß schlagen Trends allerdings um, wenn ihr Verlauf sehr sicher erscheint. Im Inland werden die Lieferprobleme immer größer. Auf Grund der hohen Nachfrage ist Heizöl an einigen Lagern knapp. Das sorgt für regionalen Preisauftrieb. Die Lieferzeiten sind bis auf vier Wochen gestiegen.

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