Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Nun kommt der Kater

Nach der After-Euro-Rettungs-Party am Donnerstag, die an den Finanzmärkten ausgelassen gefeiert wurde, folgt nun die Ernüchterung. Die wohlklingenden Beschlüsse müssen konkretisiert und in Taten umgesetzt werden. Das ist im Wesentlichen Sache souveräner Staaten. Deren Sparwillen sind weit weniger entwickelt als ihre politischen Botschaften. Insbesondere Italien wird diesbezüglich zum Problemfall mit gesamteuropäischer Bedeutung werden. Die in Griechenland zu beobachtende Auswirkung eines radikalen Sparkurses ist zudem nicht förderlich, andere Staaten vom Erfolg derartiger Maßnahmen zu überzeugen. Griechenland wird definitiv kaputtgespart. Der gegenwärtige Kurs schickt große Teile der Bevölkerung in einen Dritte-Welt-Status. Nicht zuletzt diese Tatsache zeigt, dass Politik nach wie vor keine schlüssige Idee hat, wie das Finanzdesaster in den Griff zu bekommen ist. Weder sind die Ursachen des Problems bis heute angepackt, noch existiert ein Plan für eine menschenwürdige, an Teilhabe orientierte Geldpolitik. Menschenwürde und Teilhabe sind keine Kategorien der Finanzwirtschaft. Einen schlüssigen Plan will sie aber auch sehen. Da dieser fehlt, dürfte die Unsicherheit an den „Märkten“ steigen. Aktien- und Ölnotierungen werden in dieser Woche wahrscheinlich nachgeben. Der Dollar legt bereits wieder kräftig zu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrageprognosen gesenkt
US-Nachfrage sinkt
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise konnten in der letzten Woche vom starken Anstieg des Euros bzw. dem starken Verfall des Dollars profitieren. Die Teuerung der Ölnotierungen wurde dadurch überkompensierst. Heute Morgen finden wir eine umgekehrte Situation vor. Der Dollar treibt die Heizölpreise aufwärts, obwohl die Ölnotierungen nachgeben. Wir rechnen auch in dieser Woche im Wesentlichen mit einer Seitwärtsbewegung der Preise. Wer aus der Preisbewegung einen Kaufgrund ableiten will, muss mit kleinen Einsparungen zufrieden sein. Wer größere Einsparungen erzielen will, sollte am eigenen Verbrauch arbeiten. Das geht nicht ohne Anfangsinvestition. Dafür ist der Erfolg sicher. Hier ist ein Beispiel für so eine Einsparungsinvestition.

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