Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Nun müssen die Diplomaten ran

In den letzten Tagen wurden für die USA, Japan und Deutschland einige gute Konjunkturdaten veröffentlicht. Finanzjongleure nutzten die Gelegenheit, Aktien- und Ölnotierungen aufzuwerten. Mehr als ein Zwischenspiel in den Abwärtstrends ist dabei nicht zu erwarten. Der Weltkonjunktur im Allgemeinen sowie der europäischen Konjunktur im Speziellen werden schlechte Zeiten vorhergesagt. Das heißt nicht, dass diese kommen werden. Das heißt aber, dass die Börsen tendenziell auf Abgang eingestellt sind. Beim Öl gibt es hierfür mindestens einen guten konjunkturunabhängigen Grund. Der Markt ist aktuell überversorgt. Die Situation sollte einige Monate andauern. Ein zweiter Grund könnte hinzukommen, wenn die heute beginnenden Gespräche mit dem Iran über seine Atombestrebungen zur Abkehr vom bisher gültigen Kurs führen würden. Dann stünden dem Markt rund eine Mio. Barrel Öl pro Tag zusätzlich zur Verfügung. Diese Menge wird der Iran zurzeit nicht los, weil sich Kunden abgewendet haben. Zudem wäre das für Juli ausgerufene Embargo der EU obsolet. Der Ölmarkt geriete kurzfristig in eine Ölschwemme, die sich mit Sicherheit in den Preisen niederschlagen würde.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
USA öffnen Süd-Pipeline zum Abbau überschüssigen Rohöls im Zentrallager
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise steigen. An ihrem Abwärtstrend ändert dieser Umstand derzeit nichts. Ginge es allein nach dem Ölmarkt, wäre er auch weiterhin eine relativ sichere Angelegenheit. Beim Heizölpreis spielt aber der Dollar eine wichtige Rolle. Und der befindet sich, bedingt durch den desolaten Zustand des Euros, in einem starken Aufwärtstrend. Es ist nicht zu erwarten, dass sich dieser Umstand alsbald ändern wird. So fallen die Heizölpreise, wenn sie fallen, immer in einem Gegenstrom der Währungsspekulation. Das bremst sie bisweilen heftig. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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