Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Nun steigen sie wieder

Ob es gute Arbeitsmarktdaten in den USA waren oder ob es die ernüchternde Aussicht auf ein baldiges Ende der Kämpfe in Libyen war, ob es die sinkende Reservekapazität der OPEC war oder ob es die Erwartung steigenden Ölbedarfs durch die nahende Fahrsaison in den USA war, ob es eine Inflationsabsicherung der Finanzszene war, weil Öl einer der am besten einschätzbaren Spekulationswerte ist, all das ist nicht gewiss. Gewiss ist nur, dass Öl gestern wieder von den Bullen in Besitz genommen wurde. Die Preise stiegen und es besteht höchste Gefahr, dass sie in den nächsten Tagen weiter steigen werden. Damit wäre die kurze Ruhephase mit annähernd konstanten Ölpreisen bereits vorüber. Wir hätten dieser Phase eine längere Verweildauer zugetraut. Dass am Ende dieser Phase ein erneuter Anstieg steht, erscheint uns geradezu zwangsläufig zu sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen in Bahrain, Jemen, Algerien und Syrien
Libyen fällt als Lieferant lange aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
OPEC-Exporte rückläufig
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Insgesamt hohe US-Bestände
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Dreifache Katastrophe in Japan
Japan greift auf strategische Reserven zu
IEA hat die Option der Reservemengen

Unsere Heizölpreise steigen mit den Ölnotierungen an den Börsen. Der sinkende Dollar erwies sich gestern als ungenügende Gegenposition. Noch ist der Seitwärtstrend eine stabil anmutende Erscheinung. Verlässlich ist sie aber nicht. Der latente Drang der Finanzszene auf Ölpapiere zu spekulieren kann die Preise schnell wieder in die nächste Rallye treiben. Die Gefahr höherer Heizölpreise ist deutlich größer als die Chance auf billigeren Brennstoff. Deshalb gilt der Satz „lieber früher als später kaufen“ weiterhin. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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