Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Nun zocken sie wieder

Geld haben sie im Überfluss. Anlagemöglichkeiten kennen sie auch. Einzig das Vertrauen in das Finanzsystem fehlt oft. Irgendwo sind darin schwarze Löcher versteckt. Die flößen Respekt ein und bewahren vor all zu großer Sorglosigkeit im Umgang mit der großen Geldflut. Davon kann in diesen Tagen allerdings keine Rede sein. Mental gestärkt durch gute Konjunkturdaten der alten Industrienationen lassen sie es krachen, die Finanzjongleure. Die Aktienindizes werden steil in die Höhe katapultiert. Mit etwas Abstand folgen Ölnotierungen. Sie sind bereits hoch aufgelaufen. Aber das spielt angesichts der ausgelassenen Investitionslaune keine Rolle, zumal es immer ein paar bullische Gründe gibt. Dem üblichen Gebaren zum Trotz wurde gestern sogar der Dollar besser beurteilt als der Euro. Darin spiegelt sich die Zurückhaltung der FED, neues Geld auf den Markt zu werfen, wider. Man könnte den Eindruck bekommen, die Finanzprobleme seien gelöst. Aber das ist bestimmt nicht der Fall.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Gute Konjunkturdaten aus USA und EU
Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Asiatische Ölnachfrage wächst
Irak kürzt Ölexporte
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Freigabe der IEA-Reserven derzeit nicht erforderlich
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Irak eröffnet neues Ölterminal
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Gestern wurden sie von den Öl- und Dollarnotierungen getrieben. Das ist eine seltene und besonders unangenehme Kombination für Verbraucher. Der Heizölpreis erfährt damit doppelten Auftrieb. Leider haben wir keinen Anlass, eine grundsätzlich andere Preisrichtung als die nun eingeschlagene vorherzusehen. Derzeit scheinen allenfalls kleine Gegenreaktionen auf den bullischen Lauf der Preise möglich zu sein. Wann die erhöhten Probleme des Geld- und Finanzsystems erneut virulent werden und zu Preisrückgängen führen, vermögen wir nicht einzuschätzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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