Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Nur geträumt

Gibt es Frieden im Nahen Osten? Derzeit wohl kaum. Aber die Ölhändler in New York und London träumten nach dem Abzug der Israelis aus Ramallah für ein paar Stunden diesen Traum. Und weil es so schön war, glaubten Sie auch noch an eine Mäßigung Saddam Husseins. Das Gerücht machte die Runde, er sorge für eine Wiederaufnahme der Öllieferungen aus dem Irak.

Da die Ölpreise derzeit hauptsächlich von den genannten politischen Einflüssen bestimmt werden, konnten Sie nicht anders, als zu fallen. Schließlich wurde die Gefühlsduselei noch mit positiven Meldungen über die teilweise geschundenen US-Versorgungseinrichtungen garniert. Das gab den bereits im Sturzflug befindlichen Preisen den letzten Kick.

Doch als die Londoner Händler gegen 18:30 Uhr bei einem Gasölpreis deutlich unter der 200$-Marke ihre Arbeit beendeten, wachten ihre Kollegen an der NYMEX auf. Sie kehrten in die Realität zurück und mit ihr die Preise. Bis zum Handelsschluss wurden die Kurse vom Tagesbeginn fast wieder eingeholt. In der Tat, die Lage im Nahen Osten hat sich nicht wirklich verändert.

Heute Morgen steht der Gasölpreis an der IPE in London ebenfalls wieder in der Nähe des gestrigen Startpreises. Mit 202,25$ hat er etwa den Mittelwert der letzten Woche eingenommen. Auf Grund der gespannten politischen Lage bleibt die Möglichkeit für kräftige Ausschläge weiterhin gegeben.

Unser Heizölpreis ist naturgemäß viel träger. Allerdings kam gestern angesichts der kräftigen Bewegung auf dem Weltmarkt etwas Leben ins Spiel (siehe Charts Heizöl). Aktuell steht Heizöl ebenfalls wieder beim gestrigen Startpreis. Wir erwarten nach dem Bewegungsanfall nun zum Wochenausklang keine nennenswerten Aktivitäten mehr. Das wird sich in der nächsten Woche vermutlich ändern.

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