Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Nur zum Schein?

Vordergründig betrachtet steht es nicht gut um den Frieden in der Golfregion. Denn Bagdad will die UNO-Resolution zur Vermeidung eines Krieges nicht annehmen. Und vordergründig betrachtet zeigt diese Haltung Wirkung auf die Preisentwicklung des Öls. Gestern sah es so aus, als sei der kräftige Abwärtstrend am Ende.

Aber was bringen die nächsten Tage wirklich? Saddam Hussein hat bis Freitag Zeit, sich endgültig zu entscheiden. Die politische Szene geht davon aus, dass ihm das Hemd näher ist als die Jacke. D.h., dass er schließlich doch einlenken wird, um seine Macht zu retten. Ihr Verlust bekäme durch einen Krieg eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit.

Die Ölszene nimmt den Ball auf und entscheidet sich bisher nicht für eine Trendumkehr. Das Studium der Charts macht deutlich, dass der gestrige Preisanstieg unter den relevanten Trendlinien verendete. Daher kann z.Z. nur konstatiert werden, dass der Abwärtstrend noch ungebrochen ist.

Etwas Unterstützung bekommt diese Interpretation der Dinge durch milde Temperaturen in wichtigen US-Regionen. Eine starke Heizölnachfrage, die die knappen Lager strapazieren könnte, wird daher kurzfristig ausbleiben.

Heute Morgen nimmt der Gasölpreis schon wieder Kurs gen Süden. Mit 207,00$ pro Tonne liegt er knapp unter dem gestrigen Tiefststand.

Unser Heizölpreis bleibt fast unverändert. Seine Trägheit lässt ihn abwarten, wohin die Reise gehen wird. Logik und Gefühl sagen, die Gegenreaktion auf die starken Preisabschläge der letzten Wochen sei überfällig. Aber die Märkte haben mit Logik nicht viel zu tun. Gefühl hilft da eher weiter. Vielleicht sagt Ihr Gefühl ja etwas anderes.

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