Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


OPEC beschließt Kürzung

Am vergangenen Freitag hat die OPEC eine Kürzung der Fördermengen um 1,5 Mio. Barrel pro Tag beschlossen. Dieser Schritt war allgemein erwartet worden und hatte bereits bei seiner Ankündigung seine Wirkung kurz gezeigt. Nachdem bereits auch 2 Mio. Barrel im Gespräch war, gilt die Kürzung von 1,5 Mio. Barrel als unzureichend um eine stärkere Wirkung zu entfalten. Nach wie vor befinden sich die Ölpreise im Sog der Aktienmärkte und die geben weiter nach. Es ist auch der OPEC klar, dass genau diese Aktienmärkte von einer Fördermengenkürzung nicht gerade beflügelt werden. Demnach kann man die Kürzung für das ausgelobte Ziel beinahe als kontraproduktiv bezeichnen. Beispielhaft können die Aktionen der verschiedenen Regierungen genannt werden, die mit einer Art Überversorgung mit Geld versuchen, die Aktienmärkte und das Wirtschaftswachstum zu stützen. Geht das Wirtschaftswachstum weiter zurück, braucht niemand das Öl. So gesehen ist die Kürzung der Fördermengen lediglich eine Anpassung an die realen Umstände. Es darf also niemanden verwundern, dass die Kürzung keine weiteren Effekte zeitigt. Der Dollar ist hingegen weiter auf dem Vormarsch. Die Handlungsfähigkeit der USA wird höher gehandelt als die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC kürzt Fördermengen um 1,5 Mio. Barrel pro Tag
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rezessionsängste
Finanzkrise
US-Bestandsdaten
Sinkende Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise haben nur wenig mit dem Weltmarkt zu tun. Sie verharren und warten auf die weitere Entwicklung im Inland. Sollte die Nachfrage sinken, nachdem bereits die Printmedien von überhöhten Heizölpreisen berichten, dann werden auch diese Überhöhungen aus dem Markt genommen werden. Es ist unwahrscheinlich, dass in der nächsten Zeit der Ölpreis wieder so stark steigt, dass der Anstieg den Abbau der Überhöhung wettmacht. Die Aussicht auf günstigere Heizölpreise ist also gut, sofern sich der Inlandsmarkt beruhigt. Sie können sich regelmäßig über unseren

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