Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


OPEC gelingt derzeit keine Kürzung

Der Wille ist da, die Tat gelingt nicht. So lässt sich die Kürzungsabsicht der OPEC zur Stabilisierung der Preise charakterisieren. Folge, die Preise können weiter nachgeben. Gegenläufige Impulse sind schwach. Den stärksten Halt scheint die Psychologie um die Marke von 60 Dollar beim Rohöl zu geben. Gestern wurde diese Marke erneut unterschritten. Die Wahrscheinlichkeit für ein Absacken der Preise in die Region um 55 Dollar steigt. Der Dollar befindet sich in einem charttechnisch motivierten kurzfristigen Aufwärtstrend. Selbst eine positive Aussage der EZB zu Zinserhöhungen verpuffte gestern wirkungslos.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Teheran verschärft Ton im Atomstreit
Atombombentest in Nordkorea
Bush warnt Nordkorea vor Atombombentests
Temporäre Abschaltung eines Ölfelds in Alaska
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
Psychologie: 60 Dollar Grenzwert für Rohöl

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur kühlt sich ab
OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
Hurrikanprognose gering
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Noch tendieren sie seitwärts. Die Chancen für einen weiteren Preisrückgang steigen allerdings. Die Situation im Binnenmarkt ist weiterhin angespannt. Zwar geht der Auftragseingang zurück. Die Auftragsbücher des Handels sind aber immer noch extrem voll. Daher sind die Lieferzeiten lang. Die Industrie hat hierzulande die Rolle der OPEC. Sie versucht die Preise durch Manipulation der Liefermengen zu steuern. Das gelingt ihr besser als der OPEC. Rechnerische Überhöhungen liegen zwischen 2 und 8 Prozent.

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