Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


OPEC kürzt Liefermengen

Die OPEC kürzt ihre Liefermengen um 1 Mio. Barrel pro Tag. Das entspricht 1,2 Prozent des täglichen Bedarfs. Mit der Maßnahme soll ein weiterer Preisverfall verhindert werden. Der hat sich seit Mitte Juli auf 25 Prozent summiert. Wann die Kürzung greift, hat die OPEC nicht verlauten lassen. Mitgeteilt wurde dagegen der Termin für eine Sondersitzung am 18. und 19. Oktober. Am Markt reagierte man gestern relativ gelassen auf die neue Situation. Ob die Ankündigung die Preise stabilisieren kann, bleibt offen. Als Kontrollmarke gilt ein Rohölpreis für Brent (Nordseeöl) und WTI (West Texas Intermediate) von 60 Dollar pro Barrel. In dieser Nähe befinden sich die Preise aktuell. Der Dollar legte gestern leicht zu. Die Zinserhöhung im Euroraum blieb fast wirkungslos für die Währungen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC senkt Fördermengen um 1 Mio. Barrel pro Tag
Teheran verschärft Ton im Atomstreit
Bush warnt Nordkorea vor Atombombentests
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
Weltweites Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur kühlt sich ab
OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
Hurrikanprognose gering
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise ziehen wieder an. Sie folgen den Vorgaben des Weltmarkts. Dabei haben sie aus dem Binnenmarkt noch ein deutliches Margenpolster von 2 bis 8 Prozent, das abgebaut werden sollte. Sehr langsam findet dieser Abbau z.Z. statt. Die hohe Nachfrage und eine nicht vollkommen rund laufende Versorgung wirken hierbei bremsend. Mindestens im Süden und Osten haben die Preise Potenzial weiter zu fallen. Die Lieferzeiten in vielen Regionen sind immer noch sehr lang.

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