Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


OPEC ohne Spielraum

Es gibt zuviel Öl im Markt. Die Liefermengen sollten reduziert werden. Diese Position sähen einige OPEC-Mitglieder gerne als Kürzungsbeschluss der heutigen Sitzung umgesetzt. So wird es kaum kommen. Angesichts hoher Preise sind dem Kartell die Hände gebunden. Sie müssen weiter auf hohem Niveau pumpen, um keine zusätzlichen Gründe für die bullische Lage zu schaffen. Ein Indiz für die gute Versorgung ist die Reaktion auf Nichteinhaltung der Lieferverträge mit Nigeria und Ecuador wegen höherer Gewalt. Sie werden an der Börse ignoriert. Das nicht gelieferte Öl fehlt niemandem. Weil der Benzinmarkt in den USA äußerst gut versorgt ist, brechen die Preise ein. Sie ziehen andere Ölkontrakte hinterher. Damit könnte sich eine Gegenreaktion zu den Preissteigerungen der letzten Wochen entwickeln. Der Dollar bewegte sich gestern kaum.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsausfall in Nigeria und Ecuador
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Atomstreit mit dem Iran
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage könnte in 2008 sinken
Gute Versorgungslage
Türkei zieht sich aus Irak zurück
US-Konjunktur vor Rezession
US-Bestände steigen
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise geben leicht nach. Es deutet sich eine neue Chance auf Gegenreaktion zum bullischen Lauf der Preise an. Obwohl die Welt derzeit prächtig mit Ölversorgt ist, ist keine Trendumkehr zu erwarten. Dazu stehen zu viele Spekulanten bereit, bei tieferen Kursen in die Wette auf weitere Preissteigerung einzusteigen.

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