Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


OPEC plant weitere Kürzungen

Am Freitag zogen die Ölnotierungen wieder an. Auch heute Morgen sind sie auf dem Weg nach oben. Mittelfristig bewegen sie sich jedoch kaum. An den Märkten werden schlechte Nachrichten, die wie erwartet ausfallen, wie gute Nachrichten gehandelt. Es scheint schon eine Erholung für die Marktteilnehmer zu sein, wenn Wirtschaftsdaten nicht noch schlechter ausfallen, als man ohnehin befürchtet. Der Wunsch, dass es in der Wirtschaft nach einem kleinen Crash so weiter geht wie bisher, ist größer als die Notwendigkeit zu nüchterner Bestandsaufnahme. Denn selbst wenn auf Kosten der hohen Neuverschuldung der Industrienationen die „alte Wirtschaft“ am Laufen gehalten wird, würden wir morgen wieder mit den alten Problemen konfrontiert werden. Dazu gehört, dass das Energieangebot begrenzt ist. Folge wäre also wieder ein steigender Energiepreis. Das führt auch im Niedergang der Ölnotierungen immer wieder zu Ausbrüchen nach oben. Aber die Weltwirtschaft ist noch weit davon entfernt wieder gewohnt rund zu laufen. Die Hoffnung bleibt, sodass die erneute Finanzspritze für den Finanzkonzern AIG der US-Regierung und die weiteren Kürzungsfantasien der OPEC zu einem erneuten leichten Anstieg der Ölpreise zur Folge hatte. Der wird nicht von Dauer sein. Von Dauer kann auch der Erfolg des Dollars nicht sein. Nach Schätzungen wird das US-Defizit in diesem Jahr 1,3 Bill. Dollar betragen. Ginge man von einer Parität zwischen Dollar und Euro aus, wäre dies fast der gesamte Schuldenberg Deutschlands.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Konjunkturpaket
US-Benzinverbrauch gestiegen
OPEC Exporte gefallen
Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt und ziehen leicht an. Der Welthandel gibt wie gewohnt die Richtung vor. Die Verbraucher haben sich in den letzten Wochen erfreut durch die niedrigen Preise eingedeckt und kaufen nach. Die Lieferzeiten in einigen Regionen steigen erneut an. Da ein Großteil der Käufer aber bereits Heizöl bestellt hatte, sind die Auswirkungen weniger gravierend als Ende des letzten Jahres. Wer von den weiteren Abschlägen an den Börsen profitieren möchte, sollte sich automatisiert informieren lassen. Hierbei hilft unser Preisalarm.

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