Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


OPEC soll mehr Öl pumpen

Unter Fachleuten ist man sich einig, dass die Welt in diesem Jahr mehr Öl benötigt als in 2010. Dabei soll das alte Verbrauchshoch des Vorkrisenjahres überschritten werden. Die Auferstehung von Konjunktur und Nachfrage kommen schneller voran, als ursprünglich angenommen. Darüber sollte man sich nicht wundern. Crash und Krise kamen nach einhelliger Meinung der Fachleute ja auch vollkommen unerwartet. Uneinig sind sich IEA (Internationale Energie Agentur) und OPEC (Organisation Ölexportierender Staaten) hingegen hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen zur Bändigung des Ölpreises. Während die IEA den rasanten Anstieg als Gefahr für die Konjunktur sieht und diesen mit Hilfe zusätzlichen OPEC-Öls stoppen möchte, hält die OPEC den Preis für nicht steuerbar, weil dieser von Finanzjongleuren manipuliert werde. Eine von der IEA ausgemachte mengenbedingte Anspannung am Ölmarkt kann die OPEC nicht erkennen. Es stehe reichlich Öl zur Verfügung. Als Zeichen für Verknappung könnte der gegenüber seinem US-Pendant erheblich teurere europäische Rohölpreis für die Marke Brent gesehen werden. Die Differenz der beiden Preise, der sogenannte Spread, ist mittlerweile so hoch, dass sich der Transport von überschüssigem amerikanischem Rohöl nach Europa lohnen würde. Es ist aber nicht bekannt, dass solche Transporte stattfinden. Also scheint kein Mangel an Öl vorzuliegen, auch in Europa nicht.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Erwartungen an Welt-Konjunktur
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe
Sinkender Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China wird Leitzins anheben müssen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise geben immer noch moderat nach. Wieder kam die freundliche Note vom Dollar. Der dem Heizölpreis zugrunde liegende Gasölpreis tendierte gestern schwach aufwärts. Sollte der Dollar in einen stabilen Abwärtstrend geraten, bestünde immerhin die Möglichkeit, den zu erwartenden Ölpreisanstieg zu kompensieren. In dem Fall würde der Heizölpreis in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Einen von vielen Verbrauchern erhofften Preiseinbruch können wir uns derzeit nicht vorstellen. Deshalb sind die aktuellen Preise nach unserer Auffassung Kaufpreise, obwohl sie vergleichsweise hoch sind. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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