Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


OPEC und EIA stellen klar

Der Sachverhalt war klar. Zur Kenntnis nehmen wollten ihn die Spekulanten nicht. Nun haben sie die Kunde durch die Monatsberichte von OPEC und EIA (Statistikbüro des US-Energieministeriums) als Schlag vor den Kopf bekommen. Die Ölnachfrage bleibt rückläufig. Für die USA wurde die Bedarfsprognose 2009 abermals gesenkt. Für die weltweite Nachfrage wurde sie unverändert belassen. Die wirtschaftliche Erholung wird langsamer kommen, als dies derzeit an den Börsen gehandelt wird. 2010 soll die Nachfrage wieder steigen. Die Prognose der EIA wurde leicht angehoben. Sie bleibt aber deutlich unter den bis 2008 angenommenen Steigerungsraten. Die Nachfrage nach OPEC-Öl soll auch in 2010 noch rückläufig sein. An der Börse reagierte man mit heftigen Kursabschlägen auf die Daten. Die Charttechnik legt eine ordentliche Gegenreaktion auf den Preisanstieg der letzten Wochen nahe. Hohe Bestände an Spielgeld suchen allerdings nach wie vor eine Anlage. Solange das von den Staaten ausgeteilte Spielgeld nicht verbrannt oder sinnvoll investiert ist, wird es keine beständige Ruhe an den Märkten geben. Der Dollar zeigte gestern wenig Bewegung. Der Sturz der Ölpreise fand in der Währung kein Spiegelbild.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hurrikansaison
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
China füllt Lager auf
Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar pro Barrel bis Jahresende
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Weltbank sieht Weltwirtschaft schrumpfen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll
Rebellen kündigen Waffenruhe für Nigeria an

Unsere Heizölpreise geben heute Morgen leicht nach. Die Möglichkeit, dass sie vor einem Rückgang stehen, ist offenkundig. Die fundamentale Lage fordert diesen Rückgang geradezu. Die Liquidität der Spekulanten setzt die fundamentalen Zusammenhänge der Preisbildung allerdings immer wieder außer Kraft. So können die Preise weiter in die aus heutiger Sicht falsche Richtung ziehen. Der einzige Sinn, der darin zu erkennen ist, besteht in der langfristigen Signalwirkung auf das Verbrauchsverhalten. Der Verbrauch muss in der kommenden Dekade nämlich deutlich reduziert werden, um neue Preisexzesse wie im letzten Jahr zu verhindern. Hilfe zum Thema Verbrauchsanalyse finden Sie hier: www.esytrol.com

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