Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


OPEC uneins

Das informelle Treffen einiger OPEC-Mitglieder erwies dem Kartell in der öffentlichen Darstellung einen schlechten Dienst. Wahrgenommen wird eine uneinige Linie, die zwischen ?weitere Kürzungen sind nicht durchsetzbar? und ?Kürzungen zum Abbau der Überproduktion sind nötig? liegt. Mangelnde Klarheit wirkt preisdrückend. Die EIA (US-Energie Behörde) sieht die Ölnachfrage im vierten Quartal bei einem Plus von 1,2 Prozent gegen Vorjahr. Das wird als gering empfunden und wirkt ebenfalls bärisch. Die Chance auf weiter sinkende Preise besteht fort. Der Dollar bleibt innerhalb eines längerfristigen Seitwärtskanals auf Talfahrt. US-Konjunktur und die Wahlen zum Senat und Repräsentantenhaus schwächen die Währung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Zweifel an US-Konjunkturabkühlung
Saudi Arabien und VAE werden Lieferungen kürzen
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Markt ist überversorgt
Zweifel an OPEC-Kürzungen
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Sollten die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Vorratsdaten nicht überraschend schlecht ausfallen, wäre die Gegenreaktion der letzten zwei Tage abgeschlossen. Die Preise könnten weiter sinken. Eine starke Abwärtsbewegung ist allerdings unwahrscheinlich. Die Preise sind bereits deutlich zurückgekommen. Die Nachfrage im Inland hat sich beruhigt.

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