Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


OPEC wird nicht kürzen

Die Preise klemmen zwischen widerstrebenden Einflüssen. Trotz leichter Überversorgung des Marktes wird die OPEC morgen wahrscheinlich keinen Kürzungsbeschluss fassen. Man ist besorgt, dass der Run auf Energiealternativen einen negativen Einfluss auf die eigenen Verkäufe hat. Daher werden die Ölminister mehrheitlich für Maßnahmen zur Dämpfung der Preise stimmen. Die werden von Hurrikanängsten, vom Atomkonflikt mit dem Iran, von einem erneuten Nachfrageschub Chinas u.a. Faktoren hoch gehalten. Und sie drohen weiter zu steigen. Der Dollar verbilligte sich gestern. Er scheint in den Abwärtstrend zurückzufallen. Irritationen um den Wechsel des US-Finanzministers werden als Grund genannt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Angst vor Hurrikansaison in den USA
Raffineriekapazitäten knapp
Atomstreit mit dem Iran
Chinas Nachfrage soll 10% gegen Vorjahr wachsen
Venezuela fordert Ausstoßkürzungen der OPEC
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC will Ausstoß beibehalten
Gute Rohölversorgung
Gute US-Vorratslage
US-Nachfrage wächst unterdurchschnittlich
Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben

Unsere Heizölpreise laufen beharrlich seitwärts. Die Bewegung ist so konstant, dass sie in Kürze Veränderung erwarten lässt. Wenn diese kommt, wird sie eher nach oben als nach untern gerichtet sein. Phantasien zu fallenden Preisen haben sich weitgehend verflüchtigt. Die Tiefstpreise des Frühjahrs wurden wahrscheinlich Anfang letzter Woche durchlaufen.

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