Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


OPEC zögert wieder

Am Wochenende hat sich der Ölminister von Saudi Arabien zu Wort gemeldet. Er und einige seiner OPEC-Kollegen sehen die Abwärtsbewegung der Ölpreise als vernünftige Reaktion darauf, dass es genug Öl im Markt gibt. Gründe für die hohen Preise seien der schwache Dollar, die IRAN-Krise, der Terror in Nigeria und die Gier der Spekulanten. Folglich stellte er die Erhöhung der Förderquoten wieder in Frage. Am Mittwoch werden sich die Ölminister der Mitgliedsstaaten der OPEC treffen und über eine Quotenerhöhung abstimmen. Die Märkte reagierten prompt mit steigenden Preisen. Diese Reaktion wird nicht nachhaltig sein, aber sorgt erst einmal wieder für leicht steigende Preise. In der Grundstimmung sind die Märkte in einer Phase des Abwartens. Es kann auch mittelfristig noch einmal nach oben. Der Dollar bleibt etwas stärker, was von den meisten Analysten aber nicht als beständig eingestuft wird. Der Abwärtstrend des Dollar ist noch nicht gebrochen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kaltwetterprognose für US-Heizölregion
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC-Lieferungen gestiegen
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
IEA senkt Verbrauchsprognosen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt. Nachdem sie in den vergangenen Tagen gefallen waren, halten sie inne. Mit dem OPEC-Treffen und der Veröffentlichung der US-Bestandsdaten wird der Mittwoch für die kurzfristige Preisentwicklung wichtig werden. Weiterhin ist Vorsicht bei der Spekulation auf einen großen Preisrückgang geboten. Die fallende Preisbewegung kann jederzeit drehen, da die langfristige Stimmung weiterhin aufwärts gerichtet ist.

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