Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


OPEC-Kürzung klappt nicht

Eine Analystenschätzung ergab, dass die OPEC-Exporte gegenüber dem Vormonat zugenommen haben. Die Aussage traf die Börsen wie ein Schlag. Marktteilnehmer fühlen sich in ihren Zweifeln bestätigt, dass die OPEC nicht zu den festgelegten Kürzungen in der Lage sei. Rohölpapiere wurde verschleudert. Die Preise brachen um 2,50 Dollar ein. WTI (West Texas Intermediate) und Brent-Rohöle liegen jetzt deutlich unter 60 Dollar. Im Verhältnis weniger hart traf es die Heizölpreise. Im Gegensatz zu den Rohölnotieren erreichten sie keine neuen Tiefstände. Der Dollar gewinnt wieder an Wert, nachdem er den Boden seines aktuellen Trendkanals vor einigen Tagen fast erreicht hatte.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Destillatbestände gesunken
Raffineriekapazitäten knapp
Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Zweifel an US-Konjunkturabkühlung
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC konnte Kürzungen bisher nicht durchsetzen
Markt mit Rohöl überversorgt
OECD-Bestände auf Rekordniveau
Mildes Winterwetter für USA vorhergesagt
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise sinken etwas. Die Wucht der Abwärtsbewegung am Weltmarkt kommt bei ihnen nicht an. Zum einen hält der steigende Dollar dagegen. Zum anderen ist der Preisrückgang bei Gasöl, dem Referenzprodukt für unser Heizöl, weniger stark. Die Wahrscheinlichkeit für weiter sinkende Preise hat zugenommen. Dennoch sehen wir z.Z. eher einer Seitwärtsbewegung entgegen. Wir weisen erneut darauf hin, dass die MwSt.-Erhöhung zum Zeitpunkt der Lieferung und nicht zum Zeitpunkt der Bestellung greift. Daher wird sie bereits im Dezember in die Heizölpreise eingehen. Denn Lieferungen dauern momentan zwei bis drei Wochen.

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