Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


OPEC-Quoten

Die Händler finden kaum Impulse für klare Kursbewegungen. So bleibt viel Raum, über die zu erwartenden Resultate des OPEC-Treffens am Donnerstag zu spekulieren. Die Vorzeichen stehen auf ?Beibehalten der aktuellen Quoten?. Die Preise spiegeln das mit einem ?Beibehalten des aktuellen Niveaus? wider.

Sommerpause, es wird wenig gehandelt. Die Umsätze sind gering. Die Preise schleppen sich seitwärts. Bewegende Themen gibt es kaum. Die Vorratsdaten der letzten Woche waren nicht gut. Aber Beachtung schenkte man ihnen kaum. Der Benzinmarkt bleibt im Fokus. Neue Raffinerieprobleme sorgen für die einzigen bullischen Impulse. Die Kraft für eine klare Richtung haben sie nicht.

Aus Saudi Arabien gibt es im Vorfeld des anstehenden Treffens Stimmen, die an die OPEC-Partner gerichtet sind. Man will die moderate Ölpolitik fortsetzen und mit Blick auf die eigene Lage und die Situation der Industriestaaten sowie der Weltwirtschaft für Preisstabilität sorgen. Daher sollen die Liefermengen unverändert bleiben. Gegenteilige Ideen wird vor allen anderen Venezuela vertreten. Die Verantwortlichen versuchen seit geraumer Zeit die Quoten zu drücken. Der Verdacht liegt nahe, dass sie damit die eigenen Probleme mit dem Erhalt der aktuellen Fördermengen verstecken wollen. Die Ölindustrie hat so wie das ganze Lande mit einem schleichenden Verfall zu kämpfen.

Die sommerliche Lethargie lässt sich auch durch Meldungen aus dem Irak, die von Fortschritten im Aufbau der Ölindustrie reden und nun wieder kurzfristige Förderziele von 1 Mio. Barrel pro Tag statt der aktuellen 0,8 Mio. Barrel pro Tag ankündigen, nicht überwinden. Es wurden in den letzten Wochen zu viele Ungereimtheiten aus dem Irak gemeldete. Daher werden sämtliche Nachtrichten von dort als tendenziös angesehen und mit großer Vorsicht angefasst. Weder Händler noch OPEC-Mitglieder lassen sich davon nennenswert beeinflussen.

Charttechnisch breitet sich ebenfalls Sommerstimmung aus. Selbst aus den Indikatoren gewinnt man keine Idee, wohin die Reise gehen soll. Sowohl kurz als auch mittelfristig sieht man Widersprüchliches. So bleibt nur die Interpretation, dass es seitwärts geht.

Der Dollar setze am Freitag seinen Abwärtstrend fort. Momentan droht er wieder einen Trendwechsel an. Aber das tut er bereits seit Tagen ohne Erfolg.

Heute Morgen gibt der Gasölpreis leicht nach. Mit 232$ pro Tonne liegt er im unteren Teil der Handelsspanne vom Freitag.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Angesichts der Stimmung und der Preisentwicklung am Weltmarkt sehen wir wenig Veränderungspotential für den kurzfristigen Zeithorizont. Der Dollar könnte etwas Preisdruck bringen. Großes Sparpotential steckt aber nicht darin. Die fundamentalen Probleme in der Versorgungskette halten wir auf längere Sicht für preistreibend und raten daher, lieber jetzt als später Heizöl zu kaufen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen