Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Oben ist sehr viel Platz

Gestern wurden keine neuen Unannehmlichkeiten für die Ölmärkte gemeldet. Die Liste der „Altlasten“ reichte aus, um die Preise weiter hin die Höhe zu treiben. Dabei erhält die Iranaffäre eine besondere Würdigung. Die Politik hat sich in dieser Sache festgefahren. Die Diplomatie versagt oder ihr sind die Hände gebunden. Nutznießer sind Ölspekulanten. Im Gegensatz zu den Aktienmärkten, in deren Notierungen sich die Rückkehr der Schuldenproblematik andeutet, laufen Ölnotierungen mit der Kriegsphantasie im Rucksack prächtig. Geld für weitere Engagements ist reichlich vorhanden. Und charttechnisch steht sehr viel Platz nach oben zur Verfügung, den die Preise besetzen können. Im Vergleich zu früheren Aufwärtstrends ist bisher noch nicht viel geschehen. Wenn die nächste Staffel der Schuldenkrise virulent wird, werden europäische Verbraucher zusätzlich mit dem steigenden Dollar gequält.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Nigeria
Griechenland bekommt die benötigte Staatshilfe
Raffinerieprobleme in Europa
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA wird Reserven bei Ausfall Irans freigeben
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Ihr Anstieg fällt geringer aus als der der Ölnotierungen an den Börsen. Die Dämpfung kommt vom Binnenmarkt. Er hat sich weitgehend normalisiert. Lediglich die Raffinerieproblematik in Bayern hält die Preise in Süddeutschland höher als im Rest der Republik. Maßgeblich für die dämpfende Wirkung des Binnenmarkts ist die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Sie ist angesichts der Preisentwicklung nachvollziehbar. Gleichwohl ist sie aus unserer Sicht ein Fehler. Wir erwarten in den nächsten Monaten eher höhere als tiefere Heizölpreise. Das Rückschlagspotenzial ist gering. Das Auftriebspotenzial ist mächtig. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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