Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Optimismus ist Feigheit

Das lockere Geld der Notenbanken zeigt die erwartete Wirkung an den Börsen. Aktienindizes schnellen in die Höhe. Ölnotierungen folgen ihnen. Ihr Aufwärtsdrang ist weniger heftig als erwartet. Das kann als Beleg für die ordentliche Versorgungslage gewertet werden. Gleichwohl sind Stimmen zu hören, die den Ölpreisen ein Abwürgen der Konjunktur zutrauen. Der Euro legt zu, als gäbe es kein Schuldenproblem. Die Realwirtschaft, die zumindest in den USA Ziel der wahnsinnigen Geldmaßnahmen sein soll, wird weiterhin auf Rezessionskurs gesehen. Gelehrte streiten darüber, ob die Geldmassen der letzten vier Jahre eine Rezession verhindern konnten oder ob sie ausschließlich der Finanzwirtschaft dienten. Die Hoffnung, dass das frische Geld breiten Wohlstand und Jobs bewirkt, kommt dem Gebrabbel von Wunderwaffen und Endsieg der dunkelsten Vergangenheit gleich. Siege trägt derzeit nur die Finanzindustrie davon. Auf ein Ende sind die allerdings nicht angelegt. Jeder Sieg wirkt wie ein Rausch. Er macht süchtig. Wie aberwitzig die Lage ist, zeigt die Tatsache, dass in Europa das Gegenteil von dem gepredigt wird, was für die USA gilt. Hier soll die Heilung über das Sparen gelingen. Verbraucher müssen sich keine Gedanken über Sinn oder Unsinn der Maßnahmen machen, da nichts von dem, was in das Geld- und Finanzsystem gepumpt wird, bei ihnen ankommt. Sie müssen nur wissen, dass sie und viele nachfolgende Generationen dem Plan nach die Werte schaffen sollen, die heute als Zahl auf dem Papier in die Welt gesetzt werden. Das klingt nicht nur nach Versklavung. Es ist de facto eine solche. Dass die nicht akzeptiert werden wird, zeigt die Geschichte. Auf Ausweglosigkeit reagiert die Menschheit natürlicherweise mit Systembruch. Die arabische Welt liefert ein aktuelles Beispiel und die Mahnung, es nicht soweit kommen zu lassen. Es wäre besser, das Geld- und Finanzsystem in einer Situation breiten wirtschaftlichen Wohlstands zu annullieren und neu zu starten, als diesen ohnehin nötigen Vorgang auf eine Zeit zu verschieben, in der dem Gros der Bevölkerung der Wohlstands bereits abhanden gekommen sein wird. Das Desaster der arabischen Welt wird über die Wirkung auf die Ölpreise vermutlich schon bald zur Wohlstandsminderung hierzulande beitragen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Anleihekäufe durch EZB und FED
Weitere Stützungsaktionen der FED
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum kühlt ab
Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert über Quote
USA vor Freigabe der strategischen Reserven
Ölproduktion in der Nordsee steigt wieder

Unsere Heizölpreise steigen. Sie bestätigen damit ihren Aufwärtstrend. Ursächlich ist eine Gemengelage aus steigenden Ölnotierungen an den Börsen und zunehmender Nachfrage im Binnenmarkt. Dämpfend wirkt derzeit der rasant steigende Eurokurs. Er wird aber kaum ausreichen, um dem zunehmenden Preisauftrieb von den Ölbörsen Paroli bieten zu können. Deshalb halte ich es für angebracht, sich schnell mit Heizöl einzudecken. Eine Umkehrung des Preistrends halte ich in den kommenden Wochen für wenig realistisch. Um diesen zu erreichen, müssen die Ölpreise zuvor ein unerträgliches Maß überschreiten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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