Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Ordentlich durchgeschüttelt

Die Grundlagen für die Preisbildung an den Öl- und Aktienmärkten sind heute ganz anders als am Freitag. Statt Konjunkturpessimismus ist nun Optimismus angesagt. Statt Eurosorgen zu beklagen, wird nun die x-te Eurorettung gefeiert. Was ist geschehen? China meldete Wirtschaftsdaten, die den Erwartungen nach der Leitzinssenkung der letzten Woche diametral entgegenstehen. Sie zeichnen nicht das Bild einer über den Zenit hinausgewachsenen Volkswirtschaft, sondern einer vor Dynamik strotzenden. Konsum und Bautätigkeit wachsen mit zweistelligen Prozentzahlen. Ex- und Importe steigen beeindruckend. Der Handelsbilanzüberschuss liegt weit über den Erwartungen. Börsianer sehen am chinesischen Wesen die Weltkonjunktur genesen. Und das Land braucht Öl. Im Mai erreichten die Importe ein neues Rekordhoch. China ist der größte Ölimporteur der Welt, obwohl das Land zu den großen Produzenten gehört. Aktuell wird wieder kräftig im Iran eingekauft. Dort ist das Öl billig, weil es von anderen Ländern boykottiert wird. Mit den chinesischen Produkten, die den Weltmarkt überschwemmen, gelangt es schließlich doch zu den Boykotteuren. In Europa macht die Politik wieder Geld locker, um den kollabierenden Banken zu helfen. Natürlich wird die Tat von der Finanzszene mit einem Kursfeuerwerk bejubelt. Was China beim Öl billig ist, ist der Finanzszene beim Geld recht. Beides muss in steigenden Raten fließen und beides trägt dadurch zur allgemeinen Teuerung bei. Die am Freitag ausgerufene Rückkehr in den Abwärtstrend der Ölpreise wurde abrupt gestoppt. Nun liegt eine neue Situation vor. In den nächsten Tagen versuchen wir zu klären, wohin sie führt.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China strotzt mit starken Wirtschaftsdaten
China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Hilfspaket für Spaniens Banken
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Anschlag auf irakische Öleinrichtungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise steigen. Glücklicherweise ist der Anstieg nicht so heftig, wie die gestiegenen Ölnotierungen das erwarten lassen. Aufgrund der x-ten Eurorettung legt die Gemeinschaftswährung rasant zu. Der Dollar fällt. Das führt im Produkt zu einer moderaten Teuerung beim Heizöl. Sein Abwärtstrend ist unangeschlagen intakt. Da die fundmentale Lage nun aber eine andere ist, besteht die Gefahr einer Trendänderung. Wir benötigen ein paar Tage, um Klarheit über die neue Situation zu erlangen. Bärisch eingestellte Heizölspekulanten benötigen ein paar starke Nerven. Antispekulanten benötigen Geld, um nun hurtig Heizöl zu kaufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen