Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Partyschreck aufgetaucht

Die Stimmung an den Börsen war prächtig. Man redete sich die allgemeine Wirtschaftslage schön und die Zukunft noch schöner. Da Öl alles antreibt, gehörte die weitere Nachfragesteigerung zum Programm. Dass Aktien- und Ölnotierungen steigen werden, war unter Spekulanten Konsens. Am Freitag wurde die Bestätigung der Phantasien durch die US-Arbeitsmarktdaten erwartet. Sie sollten der ultimative Befreiungsschlag aus den Lähmungszuständen des Landes werden. Sie erwiesen sich als Horror. Die Arbeitslosenquote ist höher als zuvor. Besserung ist nicht in Sicht. Weitere Indikatoren fielen ebenfalls negativ aus. Die Politik des lockeren Geldes zeigt keine Wirkung außer der bevorstehenden Staatspleite. Um die zu verhindern, sind nun Tricks gefragt. Die USA steht nicht besser da als die angeschlagenen EU-Staaten. Die Information ist nicht neu. Sie wurde nur ausgeblendet. Jetzt muss sich die Finanzszene mit ihr auseinandersetzen. Dabei kann sie gleich weitere Probleme einbeziehen. Dazu gehören die altbekannten EU-Sorgenstaaten. Zu ihnen gesellt sich nun auch Italien. In China wird die Inflation immer problematischer. Das hört sich alles dramatisch an. Teilweise ist es das auch. Andererseits ist es erwiesen, dass die globale Wirtschaft und der Ölverbrauch im letzten Jahr mit exorbitanten Steigerungsraten voranschritten. Es gibt keine Zeichen, dass die Steigerung nun abreißt. Also wird der Ölpreis nach einer möglichen Katerphase, in der erfolgstrunkene Finanzjongleure ausnüchtern, weiter aufwärts streben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Steigende US-Benzinnachfrage
US-Bestande rückläufig
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Miese US-Wirtschaftsdaten
US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Saudis erhöhen die Förderung
Freigabe von strategischen Ölreserven
Insgesamt hohe US-Bestände

Unsere Heizölpreise steigen. Diese Tatsache widerspricht der aktuellen Lagebeschreibung aus dem Finanzzirkus. Sie ist im Wesentlichen dem steigenden Dollar geschuldet. Er ist das Rückzugsinvestment für nachdenkliche Spekulanten. Dass er selbst gefährdet ist, gehört zu den Widersprüchen des Finanzgeschäfts. In der letzten Woche gewann die Teuerung des Heizöls so stark an Fahrt, dass sie aus dem Abwärtstrend (siehe Regionalcharts Nord, Ost, West, Süd) herauskatapultiert wurde. Nun könnte es einen Rückschlag geben. Die Preisentwicklung bleibt spannend. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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