Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Paukenschlag zum Jahresende

Die fundamentale Marktlage ist unverändert. In Venezuela ist kein Ende der Streiks abzusehen. Der Krieg im Irak wird wahrscheinlich stattfinden. Eine Versorgungskrise gab es bisher nicht. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreten könnte, ist gering. Dessen ungeachtet stiegen die Preise aus Furcht vor eben dieser Versorgungskrise bis gestern Nachmittag auf immer neue Höhen.

Seit ein paar Tagen versucht Venezuelas Ölminister die Märkte zu beruhigen. Das Land werde die Lieferungen nun schnell wieder auf knapp die Hälfte der normalen Mengen steigern, verkündete er. Mehr als Worte vermag man in dieser Aussage aber nicht zu erkennen. Schließlich meldete sich auch Kuwaits Ölminister zu Wort. Die OPEC werde im Falle einer Fortdauer der hohen Preise die Liefermengen erhöhen. Das Wort saß. Die Preise nahmen es ernst. Sie fielen.

Und weil sie einmal damit angefangen hatten zu fallen, wurde daraus ein Verkaufsfest gemacht. Es endete in einer wahren Orgie. Der Kurssturz schien keine Grenzen mehr zu kennen. Von 33,55$ auf 31,14$ schmierte der Preis für Kontrakte auf Texas Öl ab. Das ist ein Verlust von 7,2%. Am Ende ging es dann noch etwas aufwärts. Bei 31,37$ war Schluss.

Wie soll dieser Vorgang eingeschätzt werden? Ist er der Beginn einer Rückkehr der Preise auf ein normales Niveau oder war es nur ein Strohfeuer in einem weiter steigenden Hochpreismarkt? Heute Morgen kann das noch niemand beurteilen. Eventuell weiß man am Ende des Tages mehr.

Der Gasölpreis fällt heute Morgen weiter ab. Die Tonne kostet nun 260$. Das sind 15,50$ weniger als gestern Morgen. Aber aus diesem Umstand lässt sich noch nichts ableiten. Es handelt sich bisher nur um eine Reaktion auf den gestrigen Preissturz.

Unser Heizölpreis dankt es dem Weltmarkt. Er gibt ebenfalls deutlich nach. Er bleibt zwar weiter auf einem hohen Niveau. Aber die Übertreibung ist abgebaut. Aus Sorge, dass die rückläufige Bewegung nicht nachhaltig sein könnte, geben wir Verbrauchern, die sich innerhalb der nächsten zwei Monate eindecken müssen, den vorsichtigen Rat, schnell zu handeln und heute noch Heizöl zu ordern. Eventuell war alles nur ein Silvestergeschenk.

Wir wünschen allen Besuchern, Kunden, Freunden und Kritikern von esyoil ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr, ein warmes, gemütliches Haus und genug Öl für die kalten Tage im Tank.

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