Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Pause fällig

Kurz vor dem Bruch der alten Jahreshöchststände könnte die Preisbewegung noch drehen. Gestern sah es danach aus, als wolle sich eine Gegenbewegung zu den starken Kursgewinnen der letzten Tage einschleichen. Sie wäre in der Tat fällig. Am gesunden Zustand der mittelfristigen Aufwärtsbewegung ändert das nichts.

Zu den charttechnischen Motiven für einen kurzfristig rückläufigen Preis gesellt sich auf der fundamentalen Seite die Entwicklung der Lagerbestände in den USA. Sie fällt nicht ganz so dramatisch aus, wie die Lage um die venezuelanischen Öllieferungen es hätte erwarten lassen. Die Produktion der durch Streiks lahmgelegten Ölindustrie ist auf 10-15% zusammengebrochen. Beim Rohöl macht sich der Ausfall deutlich bemerkbar. Bei den Produkten hingegen sieht es noch den Umständen entsprechend gut aus.

Die API-Daten im Einzelnen:

Rohöl verliert 3,2 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht bei ?8,8% zum Vorjahr.
Heizöl und Diesel verlieren 0,5 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen bei ?9,7% zum Vorjahr.
Benzin gewinnt 0,1 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht bei ?2,2% zum Vorjahr.

Es war etwas ruhig geworden um George Bush und seinen Krieg. Venezuela läuft ihm den Rang ab. Aber er bringt sich bereits wieder in Position. Bisher gibt es kein Anzeichen, dass er vom Krieg ablassen will. Daher wird der unterlegte Preisauftrieb aus seinem Tun weiter wirken, auch wenn der Preis kurzfristig etwas anderes zeigen sollte. Der drohende Krieg bleibt der wesentliche Grund für die Beständigkeit des Aufwärtstrends.

Gasöl kostet heute Morgen weniger als gestern. Mit 247,75$ pro Tonne befindet sich der Preis unter der gestrigen Handelsspanne.

Unser Heizölpreis gibt ebenfalls nach. Eventuell sehen wir in dieser Woche doch noch nicht die neuen Jahreshöchststände. In einzelnen Regionen Deutschlands sind sie aber bereits überschritten. Bedingt durch die schwierige Wetterlage kann der Handel zeitweise nicht ausliefern. Eis blockiert die Fahrzeuge. Das treibt die Preise örtlich in die Höhe und die Lieferzeiten in die Länge. Wenn Sie jetzt noch Heizöl bestellen, könnten Sie preislich besser liegen als in ein oder zwei Wochen. Aber die Lieferung werden Sie in diesem Jahr kaum noch bekommen.

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