Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Pause

Die Ölpreise werden in den USA gemacht. Das bestätigt sich in diesen Tagen wieder. Weil dort thanks giving gefeiert wird, bleiben die Handelsplätze geschlossen. Und weil das so ist, bewegen sich die Kurse weltweit nicht mehr. Erwartungsgemäß dümpelt der Ölpreis also seitwärts. Montag kommt wieder leben in die Charts.

Wir wurden in den letzten Wochen häufig gefragt, was zu erwarten wäre, wenn es zu einem Krieg gegen den Irak kommen sollte. Müssten wir mit einer Explosion der Preise rechnen oder ginge das Ereignis kaum spürbar an uns vorbei?

In einem esyoil special (Zugang rechts) haben wir versucht, die Geschichte des Krieges am persischen Golf von 1990/91 mit Blick auf die Ölpreise nachzuzeichnen. Damals stieg der Preis in der Zeit vor dem Schlag der Alliierten kräftig an. In der Spitze kam es zu Preisverdoppelungen gegenüber der Vorzeit. Doch bereits Stunden nach dem Beginn der Bombardements gegen den Irak fiel er auf den Vorkriegsstand zurück.

Heute ist die politische Ausgangslage eine andere als 1990. Nach unserer Ansicht birgt sie erheblich mehr Sprengstoff für eine Ausweitung des Konflikts. Damals war Saddam Hussein ein missliebiger Unruhestifter in einer Welt, die zusammenzuwachsen schien. Es war die Zeit nach dem Mauerfall. Heute erleben wir Spannungen zwischen den Habenden und den Habenichtsen, die größer kaum sein können. Die Spannungslinien verlaufen weniger zwischen einzelnen Staaten. Sie gehen vielmehr quer durch die Gesellschaften. Das betrifft besonders die Golfregion. Sie ist ein Pulverfass. Und in diesem Pulverfass müsste mit einem Irakkrieg eine begrenzte Operation durchgeführt werden.

Sollte das Pulverfass explodieren, fiele das Öl der Region aus. Dem Weltmarkt fehlten dann rund 25% seiner Versorgung. Das brächte Chaos pur. Die Auswirkungen wären katastrophal. Die Ölpreise schössen in unvorstellbare Höhen und der Wirtschaft der Industriestaaten drohte ein Kollaps. Es gäbe nur einen einzigen Gewinner und der hieße Saddam Hussein. Das ist ohne Frage ein Horrorszenario. Hoffen wir, das es Fiktion bleibt.

Zurück zu den moderaten Preisen der Gegenwart. Gasöl bleibt heute Morgen mit 229,25$ pro Tonne unverändert gegenüber gestern Abend.

Unser Heizölpreis bewegt sich ebenfalls nur unwesentlich. Sie können also weiter darüber nachdenken, ob Sie nun Heizöl kaufen wollen oder nicht. Bis Montag werden Sie fast identische Preise vorfinden.

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