Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Pleite und doch gefeiert

Der Ersatz der griechischen Zahlungsfähigkeit durch weitere Kredite wird mit dem nicht erwarteten und beachtlichen Erfolg der Bundeskanzlerin garniert, dass die privaten Banken an der Pleite Griechenlands beteiligt werden. Das geht nicht, ohne dass die Ratingagenturen diesen Zahlungsausfall auch als solchen bewerten. Noch hat zwar keine Bank die griechischen Anleihen zurückgegeben oder umgetauscht. Aber die Mechanismen stehen und können angewendet werden. Nur das Wort freiwillig will nicht passen. Der Vorstand einer Aktiengesellschaft kann nämlich nicht einfach so auf das Geld seiner Aktionäre verzichten. Das wäre schlicht Untreue. Es muss zum Zahlungsausfall kommen. Und damit ist Griechenland de facto Pleite. Das ganze Paket kann nur dadurch Wirkung zeigen, dass Griechenland bis 2020 vom Finanzmarkt genommen wird. Wieder wurde Zeit gekauft – nicht nur – aber hauptsächlich. Die Schuldenlast wurde nur minimal gelindert, der Schuldendienst erheblich vermindert. Wenn irgendetwas schief geht, garantieren die noch solventen Staaten einen Ausgleich, z.B. für das griechische Bankensystem. Die Kanzlerin spricht davon, dass der deutsche Steuerzahler das eingesetzte Geld um ein Vielfaches zurückbekommt. Das klingt nach „blühenden Landschaften“. Keiner weiß, wohin die Reise geht. Der viel beschworene Super-Gau oder die Kernschmelze à la Josef Ackermann sind jedenfalls ausgeblieben. Ganz im Gegenteil. Die Börsen feiern den Entschluss. Die Aktienbörsen stiegen, der Euro stieg und auch die Ölbörsen testen einen neuen Höhenflug. Zum Glück der deutschen Verbraucher wurde dies an den Ölbörsen nicht geschafft, sodass heute Morgen günstiger eingekauft werden kann als noch am Vortag. Aktuell verliert der Euro bereits wieder und auch die Ölbörsen gewinnen Halt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise gaben bereits gestern Abend deutlich nach. Die Einigung auf dem europäischen Sondergipfel zur griechischen Schuldenkrise zeigte Wirkung. Die Ölpreise sind nicht so stark gestiegen, wie im Verhältnis der Euro. Am heutigen Einbruch der Heizölpreise wird an den Börsen bereits wieder genagt. Am Ende überwiegt der Eindruck, dass es weiter geht, wie gehabt. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um kurzfristige Einbrüche nicht zu verpassen. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Hierfür können wir ein Heizsystem empfehlen, das eine spätere Umstellung des Brennstoffs und eine jederzeitige Zuschaltung von Solarkollektoren ermöglicht. Heizung modernisieren!

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