Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Politik dreht am Ölpreis

Am Geld soll das vereinte Europa nicht scheitern. Gerüchten zufolge vertritt sogar der deutsche Finanzminister diese Meinung. Er sei bereit, den umstrittenen Rettungsschirm abermals aufzustocken. Die Bürger, die die Zeche zu zahlen haben, können damit nicht einverstanden sein. Sehr einverstanden ist hingegen die Finanzszene. Kraft ihres Sachverstandes ist dort zwar bekannt, dass Griechenland nicht zu retten ist und dass ein großer Problemkandidat wie Italien jeden denkbaren Rettungsschirm überfordern würde. Da ihr Interesse aber auf die eigene Lage und nicht auf die der gesamten Volkswirtschaften gerichtet ist, nimmt sie das Geldversprechen selbstverständlich dankend an. Bevor Bürger eines Tages im großen Stil zur Kasse gebeten werden, wenn die eingegangenen Bürgschaften einzulösen sind, müssen sie die kleinen Rechnungen mit sofortigem Zahlungstermin in Form höherer Heizöl- und Benzinpreise bezahlen. Sie sind die direkte Folge der Geldversprechen, die die Finanzszene umgehend für Gewinne aus Rohstoffspekulation nutzt. Im Klartext: Der Ölpreis steigt, weil Volksvertreter das Geld dafür geben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Mögliche Aufstockung des EFSF
Chinas Ölkonsum wächst
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage
US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise steigen. Sie folgen den Ölnotierungen an den Börsen. Die Preise bewegen sich vollkommen losgelöst von der Lage des physischen Ölmarkts. Sie reagieren einzig auf die politischen Vorgaben im Zusammenhang mit der umfassenden Finanzkrise. Diese Krise gibt der Hoffnung auf deutlich nachgebende Heizölpreise Raum. Politik wird die Möglichkeit für einen Preisabgang allerdings bis zum einem noch nicht näher beschriebenen Ende hintertreiben. Der Markt existiert praktisch nicht mehr. Gleichwohl macht es Sinn, die Preisbewegungen auf der Suche nach freundlichen Kaufmomenten zu beobachten. Dabei kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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