Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Politik treibt Ölpreise aufwärts

Die zweite Inspektion der IAEA (Internationale Atom Energie Agentur) in diesem Jahr brachte erneut keinen Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Iran. Den Inspekteuren wurde kein Zugang zu den militärischen Anlagen gewehrt, von denen man einen Beitrag zum Bau der Atombombe vermutet. Die Anti-Iran-Allianz wertet das als Belegt für militärische Atomaktivitäten. Beide Parteien rüsten über das Verbale hinaus zum Krieg. Die Ölpreise steigen. Die Kontrahenten haben sich total verrannt. Von einer fundamental klerikalen Führung kann man kaum anderes als eine extremistische Politik erwarten. Insofern fällt die Reaktion auf die Sanktionen und Unterstellungen der Anti-Iran-Allianz erwartungsgemäß aus. Dabei ist das Zutrittsverbot des potenziellen Gegners zu geheimen Militäranlagen definitiv kein extremistischer Akt. Es ist eine weltweit gültige Selbstverständlichkeit. Wer sie durchbrechen will, ist selbst Aggressor. Neben den führenden Extremisten, deren Macht durch die Umstände bestärkt wird, gibt es im Iran andere Kräfte. Eine Politik, die diese Kräfte bei der Lösung des Konflikts nicht einzubeziehen sucht, macht sich gleichermaßen des Extremismus verdächtig. Der von der Anti-Iran-Allianz initiierte Ölboykott erweist sich übrigens als vollkommen ungeeignet, um politischen Druck zu erzeugen. Die dadurch reduzierten Ölverkäufe erfüllen nicht das Ziel, den iranischen Staatshaushalt weiter zu destabilisieren. Mit jedem nicht gelieferten Barrel Öl erhöht sich der Preis für die gelieferten Barrels. Die Sache läuft für den Iran auf ein Nullsummenspiel hinaus. Für Europa droht sie hingegen sehr teuer zu werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Nigeria
Griechenland bekommt die benötigte Staatshilfe
Raffinerieprobleme in Europa
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA wird Reserven bei Ausfall Irans freigeben
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Dem stetigen Auftrieb der Ölnotierungen stehen der Abgang des Dollars und der sich entspannende Binnenmarkt gegenüber. Die Entwicklung verläuft annähernd erwartungsgemäß. Das Rückschlagspotenzial aus dem Binnenmarkt ist weitgehend aufgebraucht. Einzig die Preisüberhöhung in Bayern wird sich kurzfristig nicht auflösen, da sie der dortigen Raffinerieproblematik geschuldet ist. Ihre Klärung wird Monate dauern. Der Dollar wird spätestens dann wieder erstarken, wenn die Geld- und Finanzkrise in die nächste Runde geht. Das wird wohl noch vor einer Lösung des Raffinerieproblems der Fall sein. Die Ölnotierungen werden angesichts der geopolitischen Abenteuer weiter steigen. Sie werden die Heizölpreise bald wieder in die Höhe treiben. Deshalb sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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