Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Politiker kaufen am liebsten die Zeit

Arm an Visionen, arm an guten Rezepten, arm an plausiblen Plänen, arm an Erfolg, aber reich an Geld. Im Notfall lassen sie es drucken. Damit kaufen sie am liebsten Zeit. Das gilt nicht nur für europäische Politiker, innen eingeschlossen. Ihre US-Kollegen machen es auch so. Regierung und Opposition müssen bis Jahresende einen gemeinsamen Haushaltsplan verabschieden, damit das Land nicht durch automatisch einsetzende Defizitmechanismen ins Chaos gestürzt wird. Gestern deutete sich eine B-Lösung an. Die sorgte erwartungsgemäß für einen Anstieg der Aktien- und Ölnotierungen. B-Lösung bedeutet, dass es eigentlich keine Lösung gibt, sondern lediglich der unbefriedigende Istzustand fortgeschrieben wird, diesem aber die Defizitschärfe genommen wird. Einfacher lässt sich dieser unverständliche Umstand mit dem Satz umschreiben, die Lösung der Probleme wird durch Zahlung einer Stillhalteprämie in die Zukunft vertagt. In Europa wurde die entsprechende Politik gestern mit einer Aufwertung Griechenlands durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s goutiert. Klar ist schon jetzt, dass die nächsten Kapitel in der Fortsetzungsgeschichte des Finanzdesasters in beiden Fällen neues Ungemach zu Tragen bringen werden. Dieses Wissen sollte die Teuerung von Öl, die bei unbändiger Freude der Finanzjongleure schon mal abheben kann, in Grenzen halten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Mögliche Einigung zur US-Fiskalklippe
Geldvermehrung durch Notenbanken
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen. Sie befinden sich aber immer noch im Abwärtstrend und in diesem in guter Kaufposition. Die dürfte in den nächsten Tagen etwas schlechter werden. Größter Feind eines attraktiven Heizölpreises ist derzeit eine Lösung der US-Defizitklippe. Es wird sie wahrscheinlich nicht so geben, dass sie als solide anerkannt wird. Deshalb bleibt weiteres Abwärtspotenzial erhalten. Wer auf dieses spekuliert, muss sich der Risiken bewusst sein. Ich empfehle, lieber den aktuellen Preis mitzunehmen, als das Risiko zu wählen. In den Wintermonaten wird viel Heizöl verbraucht, sodass man im Frühjahr bereits wieder ordern kann, wenn das Abwärtspotenzial tatsächlich Realität werden sollte. Gemessen am Anstieg der Ölnotierungen ist der Heizölpreis übrigens gering gestiegen. Hier ist die Erklärung des Phänomens. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das kann zum Beispiel die Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung sein. Bis zum Jahresende können Sie dafür noch eine Prämie von 500 Liter Heizöl kassieren.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen