Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Portugals Regierungskrise belastet den Euro

Während sich die Bundesregierung von einer Ethikkommission über einen Konflikt beraten lässt, der bereits über eine ganze Generation andauert, lässt die Regierung Portugals über weitere tiefe Einschnitte in den Haushalt abstimmen und bringt sich damit in Gefahr des Scheiterns. Hierzulande muss eine Kanzlerin, die einem Hochstapler die Stange gehalten hat und einen Mann, der mit schwarzen Koffern voller Geld unsauber umgegangen ist, zum Finanzminister macht, ihre Ethik finden. Die Frage, ob es möglicherweise unethisch ist, die Umwelt in den Erzeugerstaaten zu verseuchen, die eigene Bevölkerung zu gefährden und die nachfolgenden Generationen mit eigenen, schwerwiegenden und ungelösten Problemen der Entsorgung zu belasten, ist für die deutsche Regierung offensichtlich nicht leicht zu beantworten. Dabei gibt es, wie Portugal zeigt, noch mehr hausgemachte Probleme, nämlich die immer noch unter der Oberfläche schwelende Finanzkrise, welche die Finanzmärkte mit billigem Geld versorgt, das dazu genutzt wird, gegen z.B. die europäischen Länder zu wetten. Selbst wenn sich Portugal unter den europäischen Rettungsschirm stellt, ist nicht davon auszugehen, dass die Unsicherheit vergrößert wird. Die hat durch die Diskussion darüber bereits ihren Höhepunkt erreicht. Der Euro verliert wieder ein wenig und kann damit den deutschen Heizölverbraucher nicht stützen. Die Ölpreise werden hauptsächlich von den Unruhen im Nahen Osten bestimmt. Die Gewalt im Jemen nimmt zu und in Bahrain hören die Konflikte nicht auf. Das für die Ölwelt wichtige Saudi Arabien sitzt in der Mitte. Der Konflikt in Libyen bewegte die Märkte gestern nur wenig. Die Operationen der Alliierten sind zwar erfolgreich, aber weitestgehend wirkungslos, weil sich die libyschen Truppen in Städte zurückziehen, die wegen der Zivilbevölkerung nicht angegriffen werden. Die Tendenz beim Rohölpreis bleibt steigend, auch wenn er heute Morgen etwas nachgibt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen in Bahrain und Jemen
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen in Saudi Arabien
Japan nimmt Raffinerien wieder in Betrieb
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Erdbeben und nukleare Katastrophe in Japan
Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Insgesamt hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Der Nachfrageeinbruch in Japan wird durch die Umstellung auf konventionelle Energien kompensiert. Die Unruhen im Nahen Osten geben immer noch keinen Anlass zu glauben, dass die Ölpreise in der nächsten Zeit deutlich fallen werden. Mit den Witterungsbedingungen in Deutschland haben die Heizölpreise nichts zu tun. Deswegen können wir den Tipp bis in den Frühling hinein mit den Kauf zu warten, nicht geben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir das kostenlose www.esytrol.com.

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