Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Potential ausgeschöpft?

Es ist ein wiederkehrendes Spiel im Aufwärtstrend. Vor Veröffentlichung der Vorratsdaten ziehen sich die Preise unter ihre letzten Höchststände zurück, ohne dabei den Trend in Frage zu stellen. So geschah es auch gestern.

Die fundamentalen Umstände scheinen sich mit einer prognostizierten Erhöhung der Temperaturen in den USA aufzuhellen. Der Kälteeinbruch soll nur wenige Tage anhalten. Zum Beginn er nächsten Woche werden mildere Temperaturen angekündigt. Da derzeit das Wetter eine dominierende Rolle in der Preisbildung spielt, ist davon auszugehen, dass die Aufwärtskraft der Preisbewegung nachlässt.

Entscheidend für die kurzfristige Preisentwicklung werden allerdings die heute zur Veröffentlichung anstehenden Vorratsdaten der USA sein. In der letzten Woche überraschten die enormen Bestandserhöhungen bei Heizöl und Benzin. Heute nun muss sich zeigen, ob die Veränderungen signifikant für Vorratsentwicklung waren oder ob sie lediglich auf geringere Auslieferungen an die Verbraucher während des Jahreswechsels zurück zu führen sind.

Besondern kritisch werden die US-Rohölvorräte betrachtet, die in der letzten Woche unter die theoretische Operationsgrenze gefallen waren. Eigentlich kann mit dem niedrigen Niveau, das die Lager momentan aufweisen, keine kontinuierliche Versorgung erfolgen. Raffinerieabschaltungen mangels Nachschub sind zu befürchten.

Um dem starken Aufwärtstrend der Preise einen Wechsel zu verpassen, sind deutliche Signale aus den Lagern nötig. Sollten die nicht kommen, wären neue Preishochs in schneller Folge zu befürchten. Denn in den Charts zeigt sich ein Ausbruchsbeginn, der steil nach oben weist.

Nun wird das, was am Weltmarkt heiß gekocht wird, hierzulande nicht so heiß gegessen. Durch die notorische Dollarschwäche, die noch kein Ende erwarten lässt, zeigen die Ölpreise in Europa eine durchaus beeindruckende Stabilität. Die Gasölnotierungen auf Euro-Basis bewegen sich seit drei Monaten seitwärts.

Heute Morgen fällt der dollar-notierte Gasölpreis. Die Tonne kostet 282,25$.

Unsere Heizölpreise entwickeln sich angesichts der Exesse am Weltmarkt gut. Sie schafften trotz neuer Höchstpreise im Dollarraum sogar einen leichten Preisrückgang. Bisher wurden unsere Befürchtungen, dass die hohen Weltmarktpreise auch hierzulande durchschlagen, nicht bestätigt. Die Heizölpreise bewegen sich um ein mittleres Niveau. Vor neuen Spekulationen über die Preisentwicklung warten wir die Meldungen aus den USA über den Stand der Vorräte ab.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen