Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Preisabgang lässt auf sich warten

Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe. Zwar ist der kriegerische Schlagabtausch der letzten Tage weitgehend beendet. Die Lage zwischen Israel und Gaza bleibt aber explosiv. In Ägypten kam es zur Explosion innerhalb der Bevölkerung, weil der Präsident Maßnahmen gegen Demokratie und die Ziele der Revolution erließ. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse geriet der blutige Bürgerkrieg in Syrien aus dem Blickfeld. Es gibt ihn in unverminderter Härte. Mit der medienwirksamen Aufrüstung an der syrischen Grenze beteiligt sich die Türkei am allgemeinen Zündeln. Feuer wird zudem aus dem Libanon von der Hisbollah gelegt. Die Organisation wird genau wie die Hamas in Gaza vom Iran mit Geld und Waffen unterstützt. Dieser Iran, dessen Machthaber immer wieder Öl ins Feuer der Region gießen, gibt sich in diesen Tagen gesprächsbereit, nicht zur Zukunft des Nahen Ostens aber zu seinem Atomprogramm. So wird die offene Eskalation irgendwie vermieden. Ruhe und Frieden werden aber nicht erreicht. Das Gift der allgemeinen Feindseligkeit hält den Ölpreis hoch. Am Freitag gab es Unterstützung durch ein paar freundliche Konjunkturdaten. Die sind mit Sicherheit flüchtiger als das Pulver des Nahen Ostens. Verlass sollte hingegen für einige Jahre auf eine gute Ölversorgung sein. Sie übt tendenziell Druck auf die Preise aus. Aus diesem Druck einen ordentlichen Abgang zu schaffen, ist angesichts der komplexen Lage aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Es wird immer einen Grund geben, der dem entgegensteht. Die sicherste Methode für einen Preisabgang ist und bleibt der drohende Zusammenbruch der Geld- und Finanzsystems.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Revolte in Ägypten
Explosive Lage im Nahen Osten
China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Lieferausfälle aus Nigeria
Geldvermehrung der Notenbanken
US-Fiskalklippe scheint auflösbar

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Waffenruhe zwischen Israel und Gaza
Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran
Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Das verdanken wir dem erstarkenden Euro. Es ist angebrachter vom schwachen Dollar zu reden. Denn der Euro kann angesichts der Verhandlungslagen zum Schuldenschnitt und zur Geldausgabe in Griechenland kaum Stärke haben. Es herrscht das blanke Chaos. Das herrscht auch im US-amerikanischen Geld- und Finanzkomplex. Und so können die Finanzleute willkürlich wählen, welcher Währung sie ihre Gunst schenken. Eine sachlich fundierte Erklärung gibt es nicht. Die steht nur für den realen Markt zur Verfügung. Seine gute Versorgung sollte die Preise längerfristig sinken lassen. Es ist aber hinlänglich bekannt, dass die Willkür andere Ergebnisse zu Tage bringt. Dennoch rate ich dem spekulationsbereiten Verbraucher dazu, sich für niedrigere Heizölpreise nach dem Jahreswechsel bereit zu halten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen