Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Preisdruck hält an

Der Preissturz setzte sich zum Wochenende nicht fort. Der Druck auf die Preise bleibt aber bestehen. Er wird durch Zweifel an den Kürzungsfähigkeiten der OPEC, durch milde Temperaturen in den USA und durch die abkühlende US-Konjunktur getragen. Bullische Impulse, wie ein OPEC-Aufruf zu höheren Kürzungen und Probleme an US-Raffinerien, konnten nicht durchdringen. Das ist ein Zeichen für die Stärke des Preisdrucks. Negative Verbraucherdaten in den USA setzten dem Dollar erneut zu. Er tendiert gegen die untere Grenze seines seitwärts gerichteten Trendkanals.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Destillatbestände gesunken
Raffineriekapazitäten knapp
Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Zweifel an US-Konjunkturabkühlung
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC konnte Kürzungen bisher nicht durchsetzen
Mildes Winterwetter für USA vorhergesagt
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
Markt mit Rohöl überversorgt
OECD-Bestände auf Rekordniveau
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise sinken. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie in den kommenden Tagen ein neues Jahrestief erreichen werden. Einen weiteren rasanten Verfall erwarten wir aber nicht. Für die nahe Zukunft sehen wir eher einen schwachen Abwärtstrend oder einen Seitwärtstrend voraus. Die Nachfrage im Inland ist für die Jahreszeit normal. Die Lieferzeiten sind etwas verlängert. Wir weisen erneut darauf hin, dass die MwSt.-Erhöhung zum Zeitpunkt der Lieferung und nicht zum Zeitpunkt der Bestellung greift. Daher wird sie bereits im Dezember in die Heizölpreise eingehen. Denn Lieferungen dauern momentan zwei bis drei Wochen.

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