Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Preisdruck nimmt zu

Die Nachrichtenlage hat preistreibende und preisdrückende Einflüsse zu bieten. Die Stimmung an den Terminmärkten befindet sich in einem sehr labilen Gleichgewicht. Noch kratzen die Preise am oberen Rand einer Seitwärtsbewegung mit einer Spanne von 4-5$ bei Rohöl. Es bedarf nur noch eines überzeugenden Anstoßes, um die Preise abwärts zu schicken. Der könnte beispielsweise von einem ordentlichen Aufbau der Rohölvorräte kommen.

Wieder und wieder wird die Überproduktion der OPEC als Argument für einen fälligen Preisrückgang genannt. Das gültige Ausstoßlimit ohne den Irak liegt bei 25,4 Mio. Barrel pro Tag. Es wird aktuell um 0,5 Mio. Barrel überschritten. Innerhalb der Organisation gibt es unterschiedliche Meinungen über ein Fortschreiben oder ein Absenken dieser Zahl auf dem nächsten Treffen am 11. Juni. Dass sich die OPEC so schwer damit tut, eine Meinung zum Thema zu finden, liegt an der uneinschätzbaren Lage im Irak. Werden die USA es schaffen, die angekündigten Ölströme in Gang zu setzen oder nicht? Die Sache erinnert an das Versprechen von blühenden Landschaften, das einst von einem Politiker gegeben wurde, als Ziel eines schnellen Wandlungsprozesses. Im Laufe der Arbeit stellten sich dann die Probleme heraus, die im Enthusiasmus der ersten Stunde übersehen wurden.

Im Fall des Iraks herrscht zwar immer noch die Stunde Null. Aber dennoch erwartet man langsam sichtbare Fortschritte, die etwas weiter gehen, als eine Raffinerie für den Eigenbedarf wiederherzustellen. Das Land schlägt z.Z. in der Bilanz der weltweiten Ölversorgung mit einem Verlust von 1,2 Mio. Barrel zu Buche. Bleibt der nun für längere Zeit erhalten, wird er in Kürze beseitigt oder wandelt er sich sogar in einen Überschuss? Für die Preisentwicklung des Öls ist das eine entscheidende Frage.

Neben einem unsichern Irak gibt es Nicht-OPEC-Staaten, deren Produktion mit Sicherheit gesteigert wird, beispielsweise Russland. Für die OPEC wird der Druck dadurch größer. Für die Ölmärkte ist das eine weitere Quelle der diagnostizierten Überversorgung.

Gestern schlug sich der Einfluss dieser Überversorgungsidee in den Preisen nieder. Sie fielen im späten Handel kräftig. Der Bewegung standen allerdings die Eindrücke der erneuten Terroranschläge entgegen.

Heute Morgen setzt der Gasölpreis noch einmal nach. Mit 222,25$ pro Tonne verliert er zu gestern Morgen über 2,5%.

Unsere Heizölpreise werden den Weg mitgehen. Sie sind bereits billig. Nun sieht es danach aus, als käme das Bonusprogramm in der Tat in Gang, das wir für Ende Mai prognostizierten. Es sollte mit noch billigeren Preisen reizen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen