Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Preise auf Kriegkurs

Der Druck auf dem Kessel wird immer größer. Er scheint inzwischen kurz vor dem Bersten zu stehen. Nach einem erwartungsgemäß ausgewogenen Bericht von Hans Blix, der sowohl Kriegsgegner als auch Kriegstreiber bediente, versuchen die USA und GB nun eine Resolution durch die UNO zu pauken, die den Krieg gegen den Irak als Normalität ansieht. Eine Verhinderung des Waffengangs durch uneingeschränkte Kooperation Saddam Husseins wäre danach die Ausnahme. Für den unzweifelhaften Beweis seiner Zusammenarbeit wird Hussein der Termin 17. März gesetzt. Damit er genau weiß, wie die uneingeschränkte Kooperation aussieht, bekommt er eine Liste mit Aktivitäten, die er penibel abzuarbeiten hat. Der Diktator indes scheint sich dem zu fügen, was nur er verhindern kann. Anstatt nun endlich abzurüsten, lässt er sein Volk Kriegsvorbereitungen treffen.

Die Lage bringt die Ölpreise auf immer neue Höchststände. Am Freitag begann zunächst Gasöl kräftig anzuziehen. Das Produkt hat erschwerend mit dem Umstand zu kämpfen, dass es in den USA auf Grund der unterdurchschnittlichen Temperaturen extrem knapp geworden ist. Zwar kündigen die Wetterämter baldige Besserung an. Aber bis die Unausgewogenheit im Versorgungsstrang beseitigt sein wird, braucht es Zeit. Und Zeit birgt die Gefahr neuer Unwägbarkeiten.

Schon während Hans Blix seinen Bericht vortrug, zog auch der Rohölpreis an. Zu guter Letzt machte sich dann bei allen Produkten ein Art Aufstiegspanik breit, die die neuen Höchststände markierte, von denen bis zum Handelsschluss nichts mehr abgegeben wurde. Gasöl gewann am Freitag rund 4,5%. Das ist ein selten gesehener Tagesanstieg.

Nach so einer Party sollten eigentlich rückläufige Preise folgen, die ein wenig Normalität zurückbringen. Doch heute Morgen ist davon noch nichts zu spüren. Mit 353,50$ pro Tonne klettert der Preis noch etwas weiter aufwärts.

Unsere Heizölpreise machen den Gipfelsturm mit. Zwar hat die Rallye zur Folge, dass kaum jemand Heizöl kauft. Aber zu nachgebenden Preisen führt der Boykott nicht. Schließlich muss sich der heimische Handel zu Weltmarktpreisen eindecken. Und die können Verbraucher hierzulande z.Z. nicht beeinflussen. Für die nächsten Tage rechnen wir mit weiter steigen Preisen. Zwischenzeitliche Einbrüche nach Aufstiegen wie am Freitag sind möglich.

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