Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Preise drehten auf

Die Ölpreise wurden gestern erneut kräftig durchgeschüttelt. Im Gegensatz zum Vortag hoben sie dabei übertrieben stark ab. Als Begründung darf in diesem Fall die Kürzungsabsicht der OPEC und der mögliche Anschluss Russlands an das OPEC-Vorhaben herhalten. Chartisten verstehen die Bewegung eher als eine erwartungsgemäße Gegenreaktion zur Konsolidierung des Abwärtstrends. Einen fortgesetzten Anstieg erwartet derzeit kaum jemand. Die Ölleute von Goldman & Sachs, ehemals Investmentbank und nun so genannte Geschäftsbank, prognostizieren für das erste Quartal 2009 Rohölpreise um 30 Dollar pro Barrel. Der Dollar verlor gestern weiter an Wert. Auch hierfür haben sich kreative Menschen eine Begründung ausgedacht. Es ist die erwartete Erhöhung des Zinsunterschieds zwischen den USA und Europa. Man kalkuliert für die USA mit noch tieferen Zinsen. Möglich ist aber auch, dass sich Spekulanten gestern in Öl und Dollar nur mal wieder so richtig austoben mussten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC und Russland diskutieren Kürzungen
Kalter Winter in den USA erwartet
Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Weltweite Nachfrage sinkt
Starke US-Bestandsdaten
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
OPEC hat wenig Gestaltungsspielraum
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise ziehen deutlich an. Einerseits folgen sie mit der Bewegung dem Weltmarkt. Andererseits kommt darin der Versuch von Mineralölgesellschaften zum Ausdruck, die Gewinne erneut zu steigern. Gestern herrschte an einigen Ölterminals im Süden Deutschlands Chaos, weil plötzlich ungenügende Mengen zur Verfügung standen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Raffineriegesellschaften in Erwartung höherer Preise Heizöl zurückhalten, um dieses später teurer verkaufen zu können. Wir erwarten lediglich kurzzeitige Störungen. Spätestens im neuen Jahr sollten die Heizölpreise wieder nachgeben. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne ständig unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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