Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Preise im Aufwärtsdrang

Es ist nicht der große Knalleffekt mit plötzlich ansteigenden Preisen. Es ist eine Veränderung der Stimmung, die für kontinuierlich steigende Preise sorgt. Das Fundament bildet dabei die genesende wirtschaftliche Entwicklung. Ihr wird die Kraft für ein Ansteigen des Verbrauchs zugetraut. Und weil die Stimmung so ist, versteht der Markt sogar das eher substanzlose Ergebnis des Treffens zwischen der russischen Regierung und der OPEC als Zeichen für einen Preisauftrieb. Die Delegierten verkündeten lediglich, dass sich Russland auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres an Exportkürzungen beteiligen wird.

Die Interpretation der jüngsten Daten des API über die US-Ölvorräte passt in das Stimmungsbild. Man entnimmt ihnen ebenfalls Zeichen für einen Preisauftrieb.

Rohöl gewinnt 1,2 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht 16% über dem Vorrat des Vorjahres.

Heizöl und Diesel verlieren 1,7 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen nur noch 17,9% über dem Vorjahreswert.

Benzin schießt den Vogel mit einem Rückgang um 3,1 Mio. Barrel zur Vorwoche ab. Der Vorrat steht nun 4,9% über dem Vorjahreswert.

Weitere Beweggründe für einen beginnenden Aufwärtstrend finden die Marktteilnehmer in der politischen Entwicklung am Golf und im Nahen Osten. Nach wie vor zündelt es zwischen dem Irak und den USA. Zwischen Israel und Palästina brennt es bereits. Besserung ist derzeit nicht in Sicht.

Unser Heizölpreis quittiert die Vorgaben mit einem Anstieg. Der wurde bereits gestern im Tagesverlauf eingeleitet und geht heute Morgen weiter. Wie erwartet nimmt er als erste Zielmarke die Preise von Anfang Januar ins Visier. Auf dem Weg dort hin könnte es zu kleinen Rücksetzern kommen. Derzeit muss man sich aber mit der Möglichkeit befassen, dass es nach Erreichen der Zielmarke weiter aufwärts geht. Man könnte daher gut daran tun, den Tank zu den aktuellen Preisen noch einmal aufzufüllen.

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