Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Preise starten durch

Die Seitwärtsbewegung der Preise dürfte nur noch schwer zu halten sein. Gestern brachen die Notierungen durch die obere Begrenzungslinie der letzten Wochen. Charttechnisch ist damit der Weg nach oben bereitet. Als fundamentale Auslöser gelten die Lage in Nigeria, wo große Teile der Produktion stillstehen, die Erwartung rückläufiger US-Bestände und die Androhung eines Ölarbeiterstreiks in Norwegen. Die Frage, ob der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran wegen des Atomprogramms verhängen wird, wäre ein Fall für ein Wettbüro. Er ist z.Z. offen. Der Dollar konnte sich trotz einer weiteren Zinserhöhung in den USA nicht aus seinem schwachen Abwärtstrend befreien.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte erheblich
Ölarbeiterstreik in Norwegen angedroht
Sorge um US-Benzinversorgung
Raffineriekapazitäten knapp
Angst vor Hurrikansaison
Atomstreit mit dem Iran schürt Unsicherheit
Sorge vor weiteren Anschlägen in der Golfregion
Nachfragewachstum hoch

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Großer Ölfund in Westafrika
China wächst langsamer
OPEC produziert über Nachfrage
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Vorräte gut
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise werden teurer. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie in einen deutlichen Aufwärtstrend übergehen. Damit hätte sich die charttechnische Beobachtung, nach der die letzten Tage die Ruhe vor dem Sturm waren, bewahrheitet. In weiten Teilen Deutschlands hat der Heizölpreis ein Dreimonatshoch erreicht. Für einen Kauf ist er aus heutiger Sicht unattraktiv. Im Laufe des Jahres wird der aktuelle Preis vermutlich attraktiv aussehen.

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