Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Preise wie das Wetter

Preisbewegung gab es wohl. Preisveränderung blieb am Ende aber aus. Der Markt sucht eine Richtung. Mangels dominanter Einflussfaktoren orientieren sich Broker am Wetter. Dass dabei Zeitspannen herangezogen werden, die über jede verlässliche Wetterprognose hinausgehen, unterstreicht den chaotischen Charakter der Preisbildung. Die Kürzungsdiskussion der OPEC ist bis zum 14. Dezember, dem Tag des nächsten Ministertreffens, bedeutungslos. Fundamental ist der Markt zwischen bullisch und bärisch hin und hergerissen. Charttechnisch gibt es ein leichtes bullisches Übergewicht. Der Dollar stoppte gestern die rasende Talfahrt. Eine Gegenbewegung wäre nun fällig.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kaltfront im Norden er USA
US-Nachfrage leicht gestiegen
US-Destillatbestände deutlich gesunken
Saudi Arabien, Iran, Venezuela wollen weiter kürzen
Terror gegen Ölanlagen im Irak, in Nigeria und im Sudan
Raffineriekapazitäten knapp
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Wetter: Nach Kaltfront wird es wärmer
OPEC konnte Kürzungen bisher nicht durchsetzen
US-Konjunktur kühlt sich ab
Markt mit Rohöl überversorgt
OECD-Bestände auf Rekordniveau
Dollar dämpft Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben erneut leicht nach. Sie befinden sich nahe ihren Jahrestiefs. Vom Weltmarkt kamen gestern kaum Impulse. Der Binnenmarkt lässt sinkende Margen des Handels zu, da die Nachfrage für die Jahreszeit extrem ruhig ist. Die Lieferzeiten sind normal. Wer vor der MwSt.-Erhöhung Heizöl kaufen möchte, sollte spätestens in der nächsten Woche ordern. Lieferungen nach Neujahr werden mit 19 Prozent MwSt. bezahlt, egal wann diese bestellt wurden.

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