Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Preise zeigen sich noch unbeeindruckt

Die UNO bekommt die Resolution über die Waffenkontrollen im Irak nicht zu Stande. Frankreich, Russland und China haben Probleme mit dem vorliegenden Entwurf. Darüber ist Bush genervt und reagiert mit erneutem Kriegsgepolter. Das lässt die Märkte sofort wieder aufhorchen. Man steht bereits in den Startlöchern, um die Preisentwicklung abermals zu drehen.

Dabei scheint es derzeit ein viel drängenderes Problem zu geben. Wie schon zu ahnen war, wird in den USA die Ware knapp. Es gibt bereits Versorgungsengpässe für Benzin. Wenn der vorhergesagte Temperatureinbruch in den USA und in Europa heftig einfiele, könnte auch Heizöl knapp werden. Diese Tatsache findet z.Z. aber kaum Berücksichtigung im Preis.

Aus charttechnischer Sicht muss nach dem gestrigen Handelstag mit einem erneuten Anstieg gerechnet werden. Das könnte allerdings nur eine Gegenreaktion auf den jüngsten Preisrückgang sein, die nicht zwangsläufig zu einer generellen Umkehr der Bewegung führen müsste. Ein mögliches Szenario wäre aktuell: Kurzfristig steigend, mittelfristig fallend, langfristig steigend. Dabei wäre die mittelfristige Komponente dominant für die Preisbildung in den nächsten Wochen.

Der Gasölpreis tritt heute Morgen auf der Stelle. Mit 232,50 $ pro Tonne liegt er am unteren Ende der sehr engen Handelsspanne von gestern.

Unser Heizölpreis bleibt zunächst unverändert. Die Nachfrage im Inland ist z.Z. äußerst schwach. Bis zum Jahresende müsste die Nachfrage noch einmal anziehen. In Folge der jetzt abwartenden Haltung der Verbraucher könnte es dann zu einem plötzlichen Nachfrageschub kommen. Engpässe bei der Belieferung müssten daher einkalkuliert werden.

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