Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Preise zurechtgerückt

Öllieferungen aus Alaska mussten stark reduziert werden. Wetterbedingungen behindern die Verschiffung. Damit fehlen dem Markt ca. 0,6 Mio. Barrel pro Tag. Die Zahl ist undramatisch, zumal die Störung nur von kurzer Dauer sein wird. Der Preisbewegung brachte sie aber einen bullischen Impuls, der zu einer ausgedehnten Gegenreaktion auf den Rückgang der letzten Tage führte. Damit ist der Preischart wieder auf einen eher seitwärts gerichteten Trend zurechtgerückt. Der Dollar verlor gestern an Wert. Die pendelnde Bewegung im Bereich der unteren Grenze des längerfristigen Seitwärtstrends geht weiter.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Lieferprobleme für Alaskaöl
Destillatbestände gesunken
Raffineriekapazitäten knapp
Saudi Arabien und Venezuela wollen weiter kürzen
Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC konnte Kürzungen bisher nicht durchsetzen
Mildes Winterwetter für USA vorhergesagt
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
Markt mit Rohöl überversorgt
OECD-Bestände auf Rekordniveau
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise zogen gestern deutlich an. Sie reagierten auf entsprechende Impulse vom Weltmarkt. Die Entwicklung kommt nicht überraschend. Da die Gesamtlage eher für einen Seitwärtstrend als für einen Abwärtstrend spricht, war eine Gegenreaktion wahrscheinlich. Die Nachfrage im Inland ist für die Jahreszeit normal bis mäßig. Die Lieferzeiten sind wieder normal. Wir weisen erneut darauf hin, dass die MwSt.-Erhöhung zum Zeitpunkt der Lieferung und nicht zum Zeitpunkt der Bestellung greift. Daher wird sie bereits im Dezember in die Heizölpreise eingehen. Denn Lieferungen dauern um die Feiertage am Jahresende zwei bis drei Wochen.

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