Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Preiseinbrüche muss man mit der Lupe suchen

An den Ölbörsen bewegt sich viel. Im Endeffekt ist es dennoch wenig, weil gegenläufige Bewegungen im Spiel sind. Zum einen wechselten die Hauptwerte in den letzten Tagen mehrmals die Richtung. Zum anderen handelt es sich um Gegenreaktionen auf starke Dollarveränderungen. Dabei gerät in New York gehandeltes WTI (Texas Rohöl) unter erheblichen Abgabedruck. Seinem Aufwärtstrend droht eine Delle. Taktgeber ist derzeit die US-Währung. Sie wird von guten Konjunkturzahlen getragen. Die hoffnungslose Überschuldung der USA wird dabei ausgeblendet. Mit dem Thema Verschuldung wird nach wie vor der Euro in Verbindung gebracht. Längerfristig wird das nicht so bleiben. So bleiben wird auch die bemerkenswert hohe Differenz zwischen WTI und Brent (Nordsee Rohöl) nicht. Aktuell ist das Barrel WTI sechs Dollar günstiger als Brent. Normalerweise ist es rund zwei Dollar teurer. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass die Finanzszene auf der Suche nach ihrer Handelsidee ist. Dass die im Laufe des Jahres zu höheren Ölpreisen führen wird, erscheint uns als ausgemachte Sache.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Freundliche Konjunkturdaten für die USA
Asien fragt mehr Ölprodukte nach
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
OPEC erhöht Preisziel
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China wird Leitzins anheben müssen
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Euroraum im Schuldendrama
Steigender Dollar

Unsere Heizölpreise verharren auf hohem Niveau. Der gestrige Preisrückgang an den Ölbörsen greift hierzulande nicht, weil der Dollar erheblich zulegte. Da sich eine kurzfristige Abwärtsbewegung an den Ölbörsen andeutet, könnte es in den kommenden Tagen zu kleinen Preisnachlässen kommen. Sie sollten für anstehende Käufe genutzt werden. Angesichts der globalen Konjunktur und der Aufstellung der Finanzindustrie gehen wir davon aus, dass Preisanstiege beim Heizöl im Jahresverlauf eher die Normalität sein werden. Deshalb erscheint es uns ratsam, mit unspektakulären Einladungen zum Kauf zufrieden zu sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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