Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Preiserwartung eher topp als hopp

Nach der langen Feiertagsphase nimmt der Handel wieder Fahrt auf. Zum Jahresauftakt steht die Marke von 100 Dollar für Rohöl an der New Yorker Börse erneut im Blickpunkt. Die Charttechnik stellt keine Barriere mehr gegen ein Überschreiten der magischen Zahl dar. Die Versorgungslage des Marktes lässt die Zahl hingegen als übertrieben erscheinen. Engpässe sind aktuell nicht erkennbar. Fundamentaldaten verschlechtern sich allerdings. Ausdruck findet dies in der US-Vorratsentwicklung. Der Dollar gibt wieder nach. Auch dieser Umstand wird als Grund für steigende Ölpreise angesehen. Eine zwischenzeitliche Erholung der US-Währung währte nur kurz. Sie war der gestiegenen Verkaufszahl für gebrauchte Immobilien in den USA zu verdanken. Neue Immobilien sind derzeit nur schwer verkaufbar.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Terroranschlag in Nigerias Ölregion kostet 13 Menschenleben
Starker Bestandsrückgang in den USA
Ermordung von Benazir Bhutto
Türkische Militäraktion im Nordirak
Goldman Sachs Preisprognose
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
OPEC erhöht Quoten nicht

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sollen steigen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt

Unsere Heizölpreise halten das Niveau. Die Gefahr für Preissteigerungen wächst momentan. Gleichwohl halten wir einen Preisrückgang in den nächsten zwei Monaten für möglich, wenn die Temperaturen keine Rekordtiefstände erreichen. Auf eine entsprechende Spekulation sollten sich Verbraucher aber nur einlassen, wenn sie ausreichend Öl im Tank haben. Aus heutiger Sicht macht es kaum Sinn, jetzt eine Teilmenge zu bestellen und in zwei Monaten nachzutanken. Die Wahrscheinlichkeit für einen Preisrückgang ist nicht hoch genug.

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