Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Preiskorrektur an den Ölbörsen

Nach einem weiteren rasanten Anstieg der Ölnotierungen an den internationalen Börsen ebbte gestern Mittag der Kaufrausch ab. Die Ölpreise fielen wieder. Es wurde von technischer Korrektur gesprochen. Vielen Marktteilnehmern waren die letzten Preissteigerungen zu schnell und zu hoch erschienen. Libyen wirkte überbewertet. Der Dollar stieg zu diesem Zeitpunkt wieder einmal an. Die Flucht von der einen Anlageform in die Nächste ist klar zu erkennen. Es handelte sich tatsächlich um eine bloße Korrektur vorher heiß gelaufener Ölpreise. Denn die Grundstimmung bleibt die Gleiche. Die Kämpfe in Libyen gehen weiter. Die Demokratiebewegung in Nordafrika wird über kurz oder lang ausstrahlende Wirkung auf die Nachbarländer haben. Die Ankündigung von Zinserhöhungen im Euroraum, die mittelbar auch über den erhöhten Ölpreis begründet werden, führen zu einem höheren Niveau gegenüber dem Dollar. Das verbilligt die Importe und damit auch das Heizöl. Heute Morgen verlieren die Ölpreise weiter an Boden. Sie hätten innerhalb des Aufwärtstrends noch Luft nach unten. Der Euro bleibt hart. Es riecht nach einer aufkommenden Kaufgelegenheit, bevor die Ölpreise wieder davon galoppieren.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Knappheitsgerüchte in Europa
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen im Nahen Osten
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollarkurs sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise stiegen gestern nur noch gering. Heute Morgen sind sie bereits wieder etwas gefallen. Trotz der guten Versorgung des Gesamtmarktes müssen wir aufgrund der unübersichtlichen Lage in Nordafrika und im Nahen Osten von weiter steigenden Preisen ausgehen. Unter der politisch dramatischen Oberfläche zeigt die Weltkonjunktur weitere Erholungstendenzen. Auch sie führen zu steigenden Preisen. Innerhalb dieser Aufwärtsbewegung gibt es immer wieder Preisnachlässe, die man nutzen kann. Aber wenn wir den Blick zurück richten, dann müssen wir feststellen, dass die Heizölpreise seit der Finanzkrise immer weiter anzogen. Die preistreibenden Zusammenhänge sind nicht beseitigt. Deswegen raten wir weiterhin eher zu einem frühen als zu einem späten Kauf. Durch die tägliche Beobachtung kann man vereinzelnd vorkommende Preisnachlässe nutzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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