Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Preisniveau ausgereizt

Die Preise geben nach. Der Versuch bullisch eingestellter Spekulanten, neue Höchstpreise zu erreichen, ist gescheitert. Um das aktuelle Niveau zu toppen, bedarf es einer katastrophalen Nachricht. Die wird z.Z. allenfalls aus dem USA-Iran-Verhältnis zum Atomkonflikt erwartet. Alle bekannten bullischen Argumente sind im Preis enthalten. Nun finden bärische Meldungen wieder Gehör. So geschehen mit einer Prognose der IEA (Internationale Energie Agentur) zur Nachfrageentwicklung. Eine geringfügige Reduzierung gilt als Auslöser für den Preisrückgang am Freitag. Der Dollar kennt weiterhin nur eine Richtung. Abwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge um die US-Benzinversorgung
Raffineriekapazitäten knapp
Angst vor Hurrikansaison in den USA
Atomstreit mit dem Iran
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Konflikt zwischen Venezuela und USA droht zu eskalieren
Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage wächst langsamer
Gute US-Vorratslage
Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen dem internationalen Geschehen. Bei der Wahl zwischen Logik und Spekulation hat die Börse der Logik den Vorzug gegeben. Für den Ölmarkt rechnen wir nun mit starken Preisschwingungen um das aktuelle Niveau. Der notorisch sinkende Dollar könnte zu einem moderaten Rückgang der heimischen Heizölpreise führen. Spekulativ eingestellten Verbrauchern sollten sich bei ausgeprägten Preisschwingungen Kaufgelegenheiten im kurzfristigen Zeitintervall bieten.

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