Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Preisrallye an den Ölbörsen

Das dem Heizöl zu Grunde liegende Gasöl stieg gestern an der Londoner IntercontinentalExchange (ICE) um über 4 Prozent. Nur der schwache Dollar milderte den Preisanstieg beim Heizöl ab. Es sind positive Konjunkturdaten aus der Euro-Zone, China und Indien, die den Anlass für die Preisrallye boten. Charttechnisch wurden Kaufsignale gegeben und umgesetzt. So kannte die Preisentwicklung nur eine Richtung und die wies nach oben. Auch das militärische Säbelrasseln des Iran unterstützte die Ölnotierungen. Da die Politik willfährig weiterhin im Grunde unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen wird, um sich so vor einer Wirtschaftskrise freizukaufen, ist ein Ende der Preissteigerungen nicht in Sicht. Sicher sind solche Anstiege, wie gestern gesehen, übertrieben und wir erwarten eine Gegenreaktion, aber die Aufwärtstrends sind ungebrochen und eindeutig. Der militärische Zirkus um die Straße von Hormus, durch die 40 Prozent aller Öltransporte gehen, ist zwar übertrieben und unglaubwürdig, aber einige Analysten glauben, dass jeder Preis zu rechtfertigen sei, wenn es tatsächlich zu einer Schließung kommen würde. Wir halten dieses Szenario für unwahrscheinlich, weil zu viele Interessen gerade auch in der verunsicherten arabischen Welt hinter der Fortführung des Warenverkehrs stehen. Hoffnung auf einen ordentlichen Preisnachlass geben nur die Konjunkturpessimisten, die ein Durchschlagen der Euro-Krise auf die Realwirtschaft sehen. Das Problem hierbei ist, dass dies die Importe für Ölprodukte verteuern würde.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gute Konjunkturdaten
Atomstreit mit dem Iran
Kraft- und Brennstoffversorgung in Europa unsicher
Unruhen in der kasachischen Ölindustrie
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger Länder und Banken vor Herabstufung
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
OPEC und IEA reduzieren Prognosen über Nachfragesteigerung
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden von den Ölbörsen mitgerissen. Während am Montag noch die Impulsgeber in New York und London fehlten, meldeten sie sich gestern eindrucksvoll zurück. Die Bullen sind los und sie sind wild. Wir können nur raten, mit dem kurzfristigen Kauf zu warten, weil wir eine Korrektur des Preisanstiegs für wahrscheinlich halten. Dennoch empfehlen wir, wie immer, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs auseinanderzusetzen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen