Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Preisrallye

Die Ereignisse spiegeln sich. Gestern zogen die Preise fast so stark an, wie sie am letzten Mittwoch fielen. Am Ende hatte Gasöl um über 4% zugelegt. Und in den USA fielen die Preissteigerungen noch erheblich satter aus. Es gibt keine harten Fakten für die Beschleunigung der Gegenbewegung zu den Preisverfällen der letzten Wochen. Die Nachrichtenlage ist aber für jede Menge Spekulationen gut.

Allen voran steht einmal mehr die Situation im Irak. Die Einschätzung, dass Saddam erneut ein falsches Spiel spielt und ein Krieg unausweichlich ist, sorgte für einen großen Teil der Schubkraft. Die Ankündigung des OPEC-Chefs, die Überproduktion in den eigenen Reihen nun nicht mehr dulden zu wollen, feuerte die in Bewegung geratenen Preise noch einmal an. Eine neue Wetterprognose in den USA, nach der es wieder kalt werden soll, machte die knappen Heizölvorrat schließlich zum Nachbrenner. Als Beiwerk gab es noch politische Querelen in Venezuela, dem größten Öllieferanten der USA.

Die Märkte sind nervös. Gestern war wieder ein Tag für Börsenpsychologen. Die ansteigenden Preise beflügelten ihren eigenen Aufstieg. Das Chartbild gab den Technikern Grund für Großeinkäufe. Die Nachrichtenblase unterstützte sie. Und der Rest der Gemeinde zog schließlich mit.

Wie soll es nun weitergehen? Der kurzfristige Abwärtstrend ist auf ganzer Linie durchbrochen. Der langfristige Abwärtstrend ist touchiert. War das nur eine Reaktion auf einen übertriebenen Preisabsturz oder geht es jetzt wieder auf den Pfad des langfristigen Aufwärtstrend zurück?

Heute Morgen legt der Gasölpreis noch einmal kräftig zu. Mit 215,50$ pro Tonne hat er das gestrige Top deutlich unter sich gelassen. Das beantwortet die Fragen allerdings nicht, denn es handelt sich nur um das Nachholen der US-Aktivitäten von gestern Abend.

Unser Heizölpreis zieht ebenfalls kräftig an. Glückwunsch an alle Käufer der letzten Woche. Sie haben den richtigen Riecher gehabt. Und an der Beantwortung der Fragen arbeiten wir noch.

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