Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Preisrichtung ungeklärt

Die Preisrichtung der nahen Zukunft bleibt verschleiert. Während die Börsen am Mittwoch einen kurzfristigen Abwärtstrend vorbereiteten, tendierten sie gestern dazu, das Modell der weiten Handelsspanne um ein mittleres Niveau von 72 $ für das Barrel Rohöl und 630 $ für die Tonne Gasöl einzugehen. Die fundamentalen Argumente sprechen momentan eher für den kurzfristigen Abwärtstrend. Sie sind wegen des politischen Gehalts allerdings sehr elastisch einsetzbar. Der Devisenmarkt bekommt direkte politische Einflussnahme zu spüren. Nach einer Einlassung des französischen Finanzministerns folgte gestern ein ähnliches Statement vom US-Finanzminister. Beide haben zum Ziel, ihre jeweilige Währung herunterzupreisen. Beide hatten kurzen Erfolg. Der Dollar gab gestern nach. Die steigende Gegenbewegung gilt aber noch nicht als beendet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Angst vor Hurrikansaison in den USA
Raffineriekapazitäten knapp
Atomstreit mit dem Iran
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Konflikt zwischen Venezuela und USA droht zu eskalieren
Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Konjunkturabschwächung in G7-Staaten befürchtet
Nachfrage wächst langsamer
Gute US-Vorratslage
Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise tendieren seitwärts. Erwartungsgemäß neutralisieren sich die internationalen Einflüsse von Öl und Dollar im heimischen Markt. Seitwärts wird vermutlich auch die Richtung der kommenden Tage sein. Die Chance auf Preisrückgang besteht weiterhin. Nennenswerte Preiserwartungen verbinden wir damit z.Z. allerdings nicht.

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