Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Preisvorteil schwindet

Der Preisanstieg am Ölmarkt legte gestern eine Pause ein. Der heimische Heizölpreis verteuerte sich dagegen erneut deutlich. Grund ist ein kräftiger Anstieg des Dollarkurses. Der ist auf bestem Weg einen Aufwärtstrend auszubilden.

Die Nachrichtenlage zeigt ich sich kaum verändert. Sie hat wenig Substanzielles für die Ölmärkte zu bieten. Der Terror im Irak hat keinen Einfluss auf die Preisbildung. Der Aufbau der Ölinfrastruktur schreitet voran. Die Bomben richten sich derzeit gegen das Volk, nicht gegen die Anlagen.

Aus Venezuela ist zu vernehmen, dass die Opposition es nicht geschafft haben soll, eine genügend hohe Anzahl von Stimmen zu sammeln, um den Präsidenten abwählen zu können. Nachrichten aus dem Land erwiesen sich in der Vergangenheit als extrem flexibel. Der Inhalt dieser Meldung könnte morgen also bereits vollkommen anders lauten. Insgesamt unterstützen die Unruhen den bullischen Trend der Ölpreise.

Die größte Gefahr für steigende Heizölpreise hierzulande geht zur Zeit vom Dollar aus. Nach dem sehr starken Anstieg gestern ist kurzfristig mit einer Gegenreaktion zu rechnen. Mittelfristig muss man derzeit aber von einer Verteuerung der Währung ausgehen. Langfristig sei der Abwärtstrend noch nicht am Ende ist in Analysen zu lesen.

Der Gasölpreis legte entgegen der allgemeinen Tendenz gestern wieder deutlich zu. Heute Morgen wird die Bewegung korrigiert. Die Tonne kostet zur Stunde 282,50$.

Unsere Heizölpreise folgten auch gestern ihrem extrem schnellen Aufwärtstrend. Sie haben in den letzten drei Wochen den stärksten Preisanstieg des letzten Jahres erlebt. Bisher haben sie sich im Zuge dieser Bewegung um 15% im Bundesdurchschnitt bei 3000 Liter Liefermenge verteuert. Ein Ende des Laufs ist nicht in Sicht. Im Wesentlichen geht die Bewegung auf das Konto des Dollars. Die Preisentwicklung am Ölmarkt wirkt als Verstärker. Vor einem Jahr war Heizöl noch 19% teurer als heute. Damals stand der Kriegsausbruch im Irak und ein dadurch ausgelöster Preisverfall kurz bevor. Heute könnte ein Preisverfall durch das Platzen einer Spekulationsblase auf Öl ausgelöst werden. Wenn der Preisverfall, sollte er denn kommen, mit einer weiteren Dollarverteuerung einhergeht, kommt dabei allerdings kaum ein Vorteil für unsere Heizölpreise heraus.

Für die Beurteilung der heimischen Heizölpreise kann man in den letzten Jahren drei wesentliche Zonen definieren. Sie liegen zwischen 0,30 und 0,35 EUR/Liter, zwischen 0,35 und 0,40 EUR/Liter und zwischen 0,40 und 0,45 EUR/Liter. Die Betrachtung basiert auf bundesdeutschen Durchschnittswerten für 3000 Liter Liefermenge. Im unteren Band sind die Preise gut. Durch eine Feinabstimmung kann man sehr günstig einkaufen. Das mittlere Band ist eine Art Notkaufzone. Langfristig geplante Einkäufe sollten hier nicht vorgenommen werden. Im oberen Band befinden sich die Preise in Extremlagen. Sie kommen nur selten vor und vergehen üblicherweise schnell. Aktuell wechseln die Preise vom unteren in das mittlere Band.

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